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von Ullrich Kroemer

Konsens bei Kurvensitzung: Capos erklären Disput mit Werner & Co.

Positivere Grundstimmung als in Berlin: Vor und beim Spiel gegen Köln demonstrierte die Fanszene von RB Leipzig Einigkeit und bekannte sich zu den gemeinsamen Werten.

Positivere Grundstimmung als in Berlin: Vor und beim Spiel gegen Köln demonstrierte die Fanszene von RB Leipzig Einigkeit und bekannte sich zu den gemeinsamen Werten.
Copyright: imago/Picture Point LE.

Nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln haben Fans und Mannschaft von RB Leipzig einträchtig den Triumph gefeiert. „Einmal Leipzig, immer Leipzig”, skandierten die Anhänger im Fansektor B; und die Mannschaft hüpfte im Gleichtakt dazu und riss mit den Supportern die Arme nach oben. Die Fans feierten ihr Team demonstrativ lautstark und anhaltend. Das konnte man durchaus als Signal verstehen, denn beim vorhergehenden Spiel vor 14 Tagen in Berlin hatte es Irritationen zwischen den Profis – insbesondere Timo Werner – und den Capos gegeben, wodurch das Feierritual gestört worden war.

Auch das war Thema, als sich die aktiven und organisierten Fans von RB Leipzig am Samstag vor dem Spiel versammelten, um bei der zweiten Kurvensitzung über die Entwicklung der Leipziger Fanszene generell und den Auswärtsauftritt in Berlin speziell zu diskutieren. Ein Anhänger hatte nach der Auswärtsfahrt nach Berlin bei RBlive/Mitteldeutscher Zeitung von einem „erschreckenden Bild” gesprochen, dass die Kurve insgesamt abgegeben habe. Dabei ging es vor allem um aggressives Verhalten innerhalb des Blocks, wo verschiedene Interessen und Fangruppierungen aufeinandertrafen, die sich bei Heimspielen sonst nicht auf engstem Raum begegnen.

In der Einladung zu dem Treffen hieß es: „So gut wie diese Saison bisher sportlich läuft, so steil geht es auf den Rängen bergab. Nicht erst seit dem letzten Auswärtsspiel bei der Hertha beobachten wir diesen Trend.” Die Veranstaltung war mit der Überschrift angekündigt: „Wollt ihr wirklich so weitermachen? - Wir nicht!” Genügend Redebedarf also bei dem Gespräch zwischen Fanklub-Vertretern, Fanverband, Capos und Fanprojekt im Fantreff zwo9er, um „mehr miteinander und weniger übereinander” zu reden.

Der Fanverband mochte sich auf Anfrage nicht zu den Inhalten des Gesprächs äußern. Wie RBlive erfuhr, soll es grundsätzlich um drei Themen gegangen sein:

Capos erklären Disput mit Timo Werner

So erklärten die Capos die Diskussion mit Timo Werner & Co. nach dem 4:2 gegen die Hertha, als das Team in die Kurve kam, aber nicht wie üblich geschlossen gefeiert wurde. Dabei soll es darum gegangen sein, dass einige Spieler wie Werner unter anderem nach der Niederlage in Freiburg nicht zu den Fans gekommen waren. Das sei eine grundsätzliche Frage des Respekts für die weit mitgereisten Auswärtsanhänger. Da die ultraaffinen Fans der Mannschaft in Berlin so nah wie selten war, nutzten die Vorsänger die Gelegenheit, um den Stürmer darauf anzusprechen. Dass das vielleicht nach dem intensiven Spiel nicht der günstigste Moment war, räumten die Beteiligten am Samstag ein. Ein Gespräch zwischen ausgewählten Fanvertretern und Vertretern von RB Leipzig dazu soll folgen.

Zum Zweiten ging es um die teils aggressiven Ansagen vor allem des neuen Capos Leon, die vielen im Block negativ aufgestoßen waren. Das sei auch aus dem Frust darüber entstanden, dass die Beteiligung bei den Liedern zuletzt zu wünschen übrig ließ, erklärten die Vorsänger, versprachen aber künftig wieder mehr Motivation über die Megaphone zu verbreiten. Wie Fans berichten, soll die Ansprache vom Podest beim Spiel gegen Köln bereits deutlich positiver gewesen sein.

Bessere Organisation der Fans bei Auswärtsspielen

Und drittens wurde über das allgemeine Verhalten im Gästeblock untereinander gesprochen, um innerhalb der Kurve wieder ein friedlicheres Miteinander zu schaffen. Im Olympiastadion war unter anderem eine Fahne zerstört worden, weil andere Fans sich dadurch gestört fühlten; dabei kam es zu Handgreiflichkeiten. Auch ein oder mehrere Doppelhalter sollen beschädigt worden sein. Das soll künftig dadurch vermieden werden, dass die Supporter und jene, die vor allem das Spiel sehen wollen, räumlich getrennt werden. Diejenigen, die die Fahnen stören, sollen künftig an die Ränder des Blocks, den Oberrang falls vorhanden oder auf Sitzplätze ausweichen. Die Vertreter des Fanklubs wurden gebeten, das so zu kommunizieren, um künftig Gerangel zu vermeiden. Ebenso wurde kommuniziert, dass Anhänger bei Auswärtsfahrten auf ihren Alkoholkonsum achten sollen.

Generell sei die Stimmung positiv, auf Konsens zwischen den verschiedenen Gruppierungen ausgerichtet, gewesen. Ein guter Anfang für regelmäßigen Austausch, um die Fankultur von RB Leipzig so friedlich, gewalt- und diskriminierungsfrei auch im elften Jahr des Klubbestehens aufrechtzuerhalten wie sie bei der Gründung von den Fans geprägt worden war. (RBlive)

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