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von Ullrich Kroemer

Nach Visa-Ärger: Chef spendiert Mitarbeiter VIP-Reise nach Lyon

Leere Ränge im St. Petersburger Stadion: Etwa 60 RB-Fans durften nicht nach Russland einreisen.

Leere Ränge im St. Petersburger Stadion: Etwa 60 RB-Fans durften nicht nach Russland einreisen.
Copyright: imago/Picture Point LE

Auch drei Tage nach RB Leipzigs Champions-League-Spiel in St. Petersburg ist bei vielen RB-Fans noch immer Thema, dass Dutzende RB-Anhänger sowie Journalisten und ein UEFA-Schiedsrichter wegen Visa-Formalitäten nicht einreisen durften.

Einige Fans mussten am Flughafen in St. Petersburg stundenlang ausharren, ehe sie ohne Einreise nach Russland wieder zurück nach Deutschland befördert wurden. Grund waren meist fehlerhafte elektronische Visa, bei denen sich Tipp- oder Formfehler eingeschlichen hatten. Erst seit Anfang Oktober sind für die Region St. Petersburg kostenlose, elektronische Visa zugelassen, die eigentlich die Reise nach Russland vereinfachen sollen ...

Doch auch mindestens zwei wohl komplett unverschuldete Fälle sind bekannt, bei denen Fans der Flug in die Ostseestadt verweigert wurde, weil der Geburtsname auf dem Visum fehlte, obwohl er beim Antrag eingetragen worden sei. RB-Anhängerin Heike M. saß deshalb am Flughafen in London fest und durfte nicht nach St. Petersburg reisen, sondern musste stattdessen nach Berlin zurückfliegen. „Frau fühlt sich schon echt bescheiden, wenn man alleine nach Hause fliegen darf von London anstatt mit dem Ehemann zusammen St. Peterburg kennenzulernen, nur weil man verheiratet ist und den Namen des Partners angenommen hat”, schrieb sie bei Facebook. „Obwohl meine Beförderung völlig zu Unrecht verweigert wurde, behandelte man mich größtenteils bei Aeroflot wie Dreck. Keiner war zuständig. Erst nach fünf Stunden am Schalter hat man mal nicht von oben herab mit mir gesprochen und sein Mitgefühl und Bedauern bei Aeroflot ausgedrückt.” Auch eine Intervention der Bundespolizei in Berlin half nichts.

RB Leipzigs Kontaktaufnahmen mit Moskau erfolglos

Ebensowenig wie der Klärungsversuch von RB Leipzig. RB-Verantwortliche hatten über die sehr hilfsbereiten Mitarbeiter von Zenit St. Petersburg, wie sie im Klub betonen, bereits von Deutschland aus versucht, eine Ausnahmegenehmigung für Ticket-Inhaber beim russischen Außenministerium in Moskau zu erwirken. Als sich die Zahl der gestrandeten Fans dann am Montag rapide auf etwa 60 erhöhte, versuchten die Leipziger erneut, über einen russischsprachigen Reisebegleiter zu intervenieren. Doch auch das blieb erfolglos, ebenso wie die Kontaktaufnahme des europäischen Fußballverbands Uefa, deren Referee für das U19-Youth-League-Spiel nicht einreisen durfte.  

„Bei der Gewährung oder Verweigerung der Einreise handelt es sich um hoheitliche Befugnisse der Russischen Föderation. Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Einflussnahme des Auswärtigen Amtes und seiner Auslandsvertretungen auf derartige Entscheidungen im Einzelfall nicht möglich ist”, teilte das deutsche Außenministerium auf Anfrage von RBlive mit.

Große Geste: Unternehmer entschädigt betroffenen Mitarbeiter

Nun können Fans nur versuchen, sich zumindest einen kleinen Teil der Steuern und Gebühren des Fluges über Agenturen wie Geld für Flug zurückzuholen. Das betrifft jedoch bei selbstverschuldeten Fällen nur etwa 10 Prozent der Reisekosten. Fans wie Heike M., die nachweisen können, dass sie keine Schuld trifft, könnten nun weitere rechtliche Schritte einleiten.

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten rund um den Visa-Ärger. Als Andreas H., der wegen vertauschter Vor- und Nachnamen auf dem Visum nicht mit seiner kleinen Fangruppe nach Russland fliegen durfte und  über den RBlive bereits am Dienstag berichtet hatte, am Donnerstag ins Büro kam, überraschte ihn sein Chef, Sponsor bei Chemie Leipzig und VIP-Kunde bei RB Leipzig, mit einem VIP-Ticket für die nächste Auswärtsreise nach Lyon. Der Arbeitgeber hatte via RBlive/Mitteldeutscher Zeitung von der Misere erfahren und reagierte promt. Große Geste! (RBlive)

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