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Von Ullrich Kroemer

„Hommage an alle RB-Fans” Neues RB-Buch: Stadionsprecher Thoelke porträtiert 44 Anhänger

Stimme von RB Leipzig im Stadion und nun auch Buchautor: Tim Thoelke.

Stimme von RB Leipzig im Stadion und nun auch Buchautor: Tim Thoelke.

RB Leipzigs Stadionsprecher Tim Thoelke feiert in diesem Juli seinen zehnten Jahrestag als Stimme von RB Leipzig. Auch aus diesem Anlass schenkt er sich und vor allem den Fans des Klub ein aufwendig produziertes und mit tollen Fotografien von Enrico Meyer versehenes Porträtbuch über 44 Anhänger von RB. Titel: „Junge Liebe” (200 Seiten, 20 Euro). Ähnlichkeiten zu einem BVB-Slogan sind sicher rein zufällig. „Bei der Auswahl der Fans habe ich Wert darauf gelegt, dass das Buch wirklich einen Querschnitt unserer sehr heterogenen Fanszene mit Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Fanbiografien abbildet”, sagt Thoelke im Gespräch mit RBlive. Im Vorwort erklärt er: „Es ist meine Hommage an alle RB-Fans, die Diversität im Leipziger Stadion und an eine junge Liebe.”

Fast alle Porträtierten sind Protagonisten, denen Thoelke während der zehn Jahre einmal oder immer wieder mal über den Weg gelaufen ist. Mit einigen verbinden ihn Freundschaften oder private und berufliche Gemeinsamkeiten. Gerade zu Beginn des Buches sind das vor allem Leipzig-Promis wie Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, der Tech-House-DJ Matthias Tanzmann, die Moderatorin Freddy Holzapfel, der Maler Titus Schade oder Promi-Koch Dietrich Enk. Dazu Julius Fischer und André Herrmann aus der Komikbranche, Kulturkollegen von Theolke, der auch DJ und Live-Show-Moderator ist. Auch LVZ-Reporter Guido Schäfer („Edelfan” und „Super-Sympathiesant”) darf nicht fehlen.

Nonverbale Kommunikation: Fiktives Gespräch mit Maskottchen Bulli

Zudem kommen auch in der RB-Fanszene prominente Personen zu Wort: Rotebrauseblogger Matthias Kießling, Fanradio-Macher Sven Körbs, Fanhymnen-Sänger Frank Dreibrodt, Trommler „Mocke”, Marko Reichelt, der bei jedem internationalen RB-Auswärtsspiel einen Stadtführer schreibt, Ex-Fanbeauftragter Axel Ackermann und seine Frau und Ulrike Schmidt vom Vorstand des christlichen Fanklubs Holy Bulls etwa.

Die Geschichten sind allesamt ähnlich aufgebaut: Thoelke hat jeden Fan besucht, stellt ihn als Person ausführlich vor und berichtet dann über deren Fanbiografie und die „junge Liebe” zu RB. So erfährt man manchmal mehr über die Personen als über deren Beziehung zum Klub. Die reportagigen Storys sind allesamt charmant und unterhaltsam, bisweilen witzig aufgeschrieben. Man kann nachlesen, wie Schäfer enthüllte, dass Red Bull einen Klub in Leipzig plant, wie Krumbiegel über seinen missglückten Fanhymnen-Versuch denkt („Damit bin ich gescheitert. Die Fans haben es nicht angenommen”) und weshalb Fischer wegen RB aus seiner Freizeit-Fußballtruppe geworfen wurde. Ein Höhepunkt ist das fiktive Gespräch mit Maskottchen Bulli.

Aufwendiger „Statistik-Nerd-Teil”: Spannende Umfrage unter RB-Fans

Besonders tiefschürfendes Eintauchen in die aktive Fanszene, all die Entwicklungen und Grabenkämpfe innerhalb der Fanlager und der Beziehung zum Klub, darf man hingegen nicht erwarten. Die Szene der ultraaffinen Anhänger etwa kommt nur am Rande vor, wenn die 16-jährige Chiara Hanke über ihre Mitgliedschaft im sogenannten Jugendzirkels berichtet, Nachwuchsorganisation in Sektor B („Jeder von uns jüngeren fans hat einen älteren Paten, meiner heißt Schuh. Der ist supernett.”) Kritische und provokante Stimmen, wie die des Herrenausstatters Danny Kurzeja („Heute habe ich den Eindruck, dass wir immer mehr zu einem ganz normalen Fußballverein werden, und das finde ich schade”) sind rar. Aber das ist weder der Anspruch des Buches, noch würde man das von einem Druckwerk aus dem Red-Bull-Verlag Pantauro erwarten.

Ein echter Mehrwert ist der aufwendig gemachte „Statistik-Nerd-Teil”, wie Thoelke sagt, mit einer von ihm selbst erstellten und ausgewerteten Online-Umfrage unter 731 RB-Fans. Da erfährt man auf 20 Seiten unter anderen, wer die elf Lieblingsspieler der Fans sind und welchen Treffer für sie der schönste war, aber auch, was die Anhänge für den größten Fehler der Kliubgeschichte halten und welchen Vereinen die RB-Fans sonst noch die Daumen drücken. Allein die Auswertung dieser Umfrage hat einen Monat in Anspruch genommen, sagt Thoelke. (RBlive/ukr)

Info: An diesem Donnerstagabend präsentiert Thoelke sein Buch gemeinsam mit Fotograf Enrico Meyer bei Instragram virtuell. Eine leibhaftige Buchvorstellung wird es am 29. Juli auf dem Dach der Moritzbastei stattfinden.