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RBL gegen Hertha aus Fansicht: Capo hängt Megaphon an den Nagel – Hertha- und RB-Fans im Dialog

Anhänger von RB Leipzig mit einem Statement für Toleranz und Vielfalt.

Anhänger von RB Leipzig mit einem Statement für Toleranz und Vielfalt.
Copyright: imago/ Matthias Koch

Zum vierten Mal in dieser Saison war die Red Bull Arena am Samstag ausverkauft. Knapp 42.000 Zuschauer verfolgten die Partie zwischen RB Leipzig und Hertha BSC und sorgten für eine guten und stimmungsvollen Rahmen für den 5:0-Sieg der Leipziger.

Angriffe auf Fans von RB Leipzig in Regionalzug

Auf der Anreise zum Spiel war es in einem Zug ab Delitzsch allerdings zu Problemen mit Hertha-Fans gekommen. Laut Mitteilung der Bundespolizei sei ein mit rund 150 Hertha-Anhängern besetzter Zug „massiv vermüllt und mit unzähligen ‚Hertha BSC‘- Aufklebern beklebt“ worden. „Außerdem kam es im Bereich Delitzsch zu Körperverletzungen gegenüber mitreisenden Fans von RB Leipzig. Nach Ankunft im Hauptbahnhof Leipzig wurden die Personalien von den Fans aufgenommen.“ Aufgrund der Vorfälle seien Betretungsverbote für die Stadt Leipzig ausgesprochen worden. Die Hertha-Anhänger durften entsprechend nur mit Shuttlebussen zum Stadion reisen.

Treffen von RB- und Herthafans mit Handicap

Dass es auch anders geht, hatte sich am selben Tag am Leipziger Cottaweg gezeigt. Am dortigen Trainingszentrum von RB Leipzig hatten sich auf Initiative der Unified Bulls rund 50 bis 60 Fans mit Handicap von RB und Hertha BSC getroffen. In der Cottaria hatten die Anhänger der beiden Vereine sich ab 14 Uhr zu einem Kennenlernen verabredet. Ab 16 Uhr begab man sich gemeinsam zum Stadion und wo man die Partie im Oberrang von Sektor A gemeinsam verfolgte. Das Treffen soll erst der Anfang gewesen sein. Nachfolgetreffen und Gegenbesuch sind bereits in Planung. Ein Beteiligter beschrieb das Treffen als „schönen Nachmittag mit bleibenden Erinnerungen. Es ist eine Fanfreundschaft entstanden“.

Capo Sebastian hängt das Megaphon komplett an den Nagel

Einen schönen Nachmittag verlebte auch RB-Capo Sebastian beim 5:0 gegen Hertha. Der war zuletzt beim Spiel gegen Borussia Dortmund im Stadion und anschließend dem Fußball und dem Capo-Podest ferngeblieben. Unter anderem Entwicklungen im Fanblock wie lauter werdende Schmähungen des Gegners hatten ihn zu diesem Schritt bewogen. Gegen Hertha BSC war er nun wieder im Stadion, allerdings nicht auf dem Podest. Eine Rückkehr dorthin wird es für den Vorsänger auch nicht mehr geben. „Ich habe keinen Bock mehr, bin ausgebrannt“ erklärte er gegenüber RBlive, dass er als Capo nicht mehr zur Verfügung steht und künftig nur noch in seiner Gruppe in der Nähe des Capo-Podests die Spiele feiernd verfolgen wird. In der einen oder anderen Rolle werde man ihn in Sachen Fankultur und RB Leipzig in Zukunft aber sicherlich wiedersehen. Dass die Stimmung an diesem Nachmittag wegen seiner Rückkehr ins Stadion so „überragend“ war, wollte der nunmehrige Ex-Capo und langjährige Vereinsbegleiter nicht bestätigen.

Banner für Toleranz und Vielfalt – Festwiese wird zur „Fanwiese“

Ein Bekenntnis gegen Diskriminierung gab ein von den Lecrats erstelltes Banner im RB-Fanblock ab. „Nicht nur in den Antirassismus Wochen – Immer für Toleranz und Vielfalt kämpfen“, hieß es dort. Dazu wurde in verschiedenen Sprachen quer durch den Block das Wort Liebe gezeigt. Immer wieder kommt es im Fanblock zu ähnlichen Bekenntnissen. RB Leipzig begleitet entsprechendes Engagement seit längerem unter dem Motto „Unser Ball ist bunt“ auf den eigenen Online-Kanälen.

Vor der Partie gegen Hertha BSC hatte RB Leipzig die Festwiese erstmals in eine „Fanwiese“ verwandelt. Künftig soll es dort bei gutem Wetter vor jedem Spiel Angebote für Kinder und Erwachsene geben. Dazu gehört auch eine Fotobox. Die dort entstandenen Bilder wurden zu Teilen am Rande der Partie gegen Hertha in der Red Bull Arena auf der Videowand gezeigt.

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