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Studie zu Geisterspielen Vorteil für finanzstarke Klubs, weniger emotionale Ausbrüche

Die leere Red-Bull-Arena von RB Leipzig.

Die leere Red-Bull-Arena von RB Leipzig.

Mehrere Studien in europäischen Fußball-Ligen kommen zu dem Ergebnis, dass Geisterspiele die Vormachtstellung finanzstarker Klubs manifestieren. Zudem gehe der Heimvorteil verloren, so die Forscher. Prof. Martin James von der Technischen Universität München hat den Einfluss der Geisterspiele auf die Bundesliga untersucht, wie der Deutschlandfunk berichtet. Seine Ergebnisse sind eindeutig: Nur noch knapp mehr als ein Drittel der Heimspiele enden mit einem Sieg der Gastgeber, während die Auswärtsmannschaften zu fast 40 Prozent einen Dreier einfahren - ein Rückgang von 15 Prozent bei den Heimsiegen.

Tabellarisch unterlegene Heimteams können Spiele seltener drehen

James erklärt: „Wenn man sich das veränderte Ergebnisprofil genauer anschaut, stellt man fest, dass es vor allem auf Rückgänge der Heimsiege von tabellarisch Unterlegenen gegen tabellarisch überlegene Gäste zurückgeht." Zudem seien Partien, "in denen die Heimmannschaft gegen überlegende Mannschaften das Spiel noch dreht, in Geisterspielen seltener geworden".

Weniger Überraschungen und sensationelle Comebacks

Die Folge: Die Geisterspiele helfen vor allem den Top-Klubs, die aufgrund ihrer individuellen Klasse offenbar weniger auf die Unterstützung des Publikums angewiesen sind. Das zementiere die Kräfteverhältnisse in den einzelnen Ligen weiter, heißt es im Deutschlandfunk.

Mit Folgen: Dies könne "das Interesse an der Liga oder an dem Fußball allgemein schmälern", sagt Martin James. Der Grund: weniger Überraschungen und sensationelle Comebacks sowie eine erhöhte Vorhersehbarkeit von Siegen der großen, finanzstarken Vereine - wie Bayern München oder RB Leipzig.

Weniger Gewalttäter im Sport als Folge der Geisterspiele

Schließlich kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass es in den coronabedingten Geisterspielen "bei Spielern und Betreuern zu weniger emotionalen Ausbrüchen und Streit" gekommen ist als bei Spielen mit Publikum. Auf RB-Coach Julian Nagelsmann, der an der Seitenlinie fleißig seine Stimmbänder strapaziert, trifft diese Aussage vermutlich nur bedingt zu.

Sogar die Zahl registrierter gewalttätiger Fans im Sport ist nach Auskunft des Bundesinnenministeriums gesunken. Während im Juli 2020 noch 8862 Menschen in der Datei "Gewalttäter Sport" (DGS) gespeichert waren, waren es im Februar diesen Jahres 7841. Coronabedingte Geisterspiele dürften ausschlaggebend für die Entwicklung sein.(RBlive/fri/dpa)