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„Wer kooperiert, verliert“: 2.000 SCP-Fans stimmen gegen Deal mit RB

Paderborner Fans sind gegen den Deal mit RB Leipzig.

Paderborner Fans sind gegen den Deal mit RB Leipzig.
Copyright: imago/Sven Simon

Im Umfeld des SC Paderborn wird die Kooperation derweil von Teilen der Anhänger weiter kritisch gesehen. Eine Online-Petition unterzeichneten bislang über 2.000 Personen. „Ich wäre schon über 500 Unterschriften froh gewesen“, sagte der Verfasser Dr. Jan Fischer gegenüber dem Westfalenblatt.

Online-Petition gegen RBL-Kooperation – SCP-Geschäftsführer bleibt gelassen

In der Beschreibung seines Aufrufs ließ er verlauten, „dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass unser SCP über Nacht von einem sympathischen Underdog, dem viele in Deutschland den Aufstieg gegönnt haben, zu einem der drei unbeliebtesten Vereine des Landes geworden ist.“ Die in seinen Augen „irrige Entscheidung“ soll der SCP demnach umgehend zurücknehmen.

In dem Interview erklärt er, den direkten Kontakt auch zum Verein zu suchen. Paderborn-Geschäftsführer Martin Hornberger verwieß zuvor via Westfalen-Blatt darauf, dass die Gespräche mit den eigenen Anhängern für Ende Juni geplant sind. Die Unterzeichner der Petition kannte er bis dato noch nicht. „Eine Online-Petition bedeutet, dass ganz Deutschland Stellung nimmt. Wir konzentrieren uns auf unsere Fans und lassen uns nicht von den Fans anderer Vereine die Meinung sagen“, so Hornberger.

Fischer fürchtet, dass sein Verein langfristig nichts von dem Deal hat. „Wer mit RB kooperiert, verliert. Das war immer so“, sagt er. Und hofft, dass das Szenario noch abwendbar ist. „Ich fürchte aber, dass es zu spät ist.“ Denn mit einer Zusammenarbeit im „kommerziellen Bereich“, wie sie Oliver Mintzlaff erklärt habe, mache sich der Verein aus Ostwestfalen wirtschaftlich abhängig.

Kooperation zwischen RB Leipzig und Paderborn ist Wettbewerbsverzerrung

In der Auseinandersetzung um die Kooperation zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn hatte sich auch eine RB-Fangruppe kritisch zu Wort gemeldet. Die Zusammenarbeit stelle „einen neuen Höhepunkt in Sachen Wettbewerbsverzerrung dar“, hieß es in einem Statement der Red Aces, das von den Rasenballisten verbreitet wurde.

Dorn im Auge ist der ultraaffinen Gruppierung dabei besonders der Plan, dass Leipzig künftig Spieler nach Paderborn verleihen könnte. Dass würde „die Vereine dem Konkurrenzkampf entheben“. Dass Leipzig und Paderborn demnächst in derselben Liga spielen, „setzt dem ganzen die sprichwörtliche Krone auf“.

Man wolle mit der Kritik das „Fan-Mantra“ hinterfragen, „dass man „sportliche Entscheidungen des Vereins nicht einer Kritik unterziehen“ darf. Man könnte als Fangruppe „sehr wohl genau hinschauen“, so die Red Aces, „wie Transfers zu Stande kommen“ und hinter die Kulissen blicken. Wer sich dazu nicht äußere, lasse „sich nicht mundtot machen, sondern sorgt selbst dafür“.

Red Bull handelt in Brasilien kriminell, Leipzig ohne Moral

Kritik äußern die Red Aces auch an der Übernahme von CA Bragantino in der brasilianischen zweiten Liga durch Red Bull. „Zutiefst kriminell“ handele die Firma dort. Hintergrund ist, dass für den neuen Hoffnungsträger RB Bragantino mit Red Bull Brasil ein Viertligaklub fallengelassen wurde. „Nachhaltigkeitsfragen werden dabei völlig außer Acht gelassen.“ Was mit den bisherigen Angestellten passiere, interessiere niemanden.

Die Verknüpfung verschiedener Vereine, zwischen denen dann Synergieeffekte entstehen sollen, sehen die Red Aces generell kritisch. Das „Leipziger Team“ soll „mit unlauteren Mitteln, die immer mehr außerhalb jeder Moral stehen“ an die Spitze gebracht werden. Dem will die Fangruppe von RB Leipzig nicht tatenlos zuschauen. „Wir werden die Sommerpause intensiv nutzen, um uns mit dieser Thematik weiter auseinanderzusetzen.“

Kritik an Red-Aces-Stellungnahme

Während der Red-Aces-Erklärung bei Twitter viel Gegenwind von RB-Anhängern entgegenschlug, bekam eine kritische Auseinandersetzung mit der Stellungnahme einige Unterstützung. In dem zuerst bei Twitter und später bei rb-fans.de veröffentlichten Text geht es neben allgemeinen Entwicklungen in der Fankultur auch um die Red-Aces-Kritik an der Kooperation mit dem SC Paderborn. „Konstruktive Kritik, belegte Thesen – fehl am Platze. Verkürzt zusammengefasst, lehnen sie darin indirekt aber auch direkt alles ab, für was der Verein steht“, heißt es in dem Text, der vom Fanklub „Die Vollzahler“ mitgetragen wird, zu dem der Autor gehört.

„Konstruktive Kritik“ sei immer „richtig und wichtig. Wenn sich Kritik aber nahe am Rufmord bzw. Verleumdung bewegt und inhaltlich quasi den vollkommenen Gegenpol zu dem Verein und seinen Werten einnimmt, darf man sich schon fragen, warum sich solche Gruppierungen überhaupt als Fans des Vereins bezeichnen?“ Die Red Aces würden mit ihrer Kritik „weit am Ziel vorbeischießen. Wenn dir jemand offen und medial kriminelles Verhalten ohne jeglichen Beweis unterstellt, wie kannst du dann jemals wieder auf Augenhöhe aufeinander zugehen?“ Entsprechend wäre es nur konsequent und wünschenswert, wenn „sich manche Gruppierungen bitte einfach einen anderen Verein suchen“.

(RBlive/ mki)

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