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Von Ullrich Kroemer

Brand in belgischer Fabrik Lieferengpass für rote Stadionsitze

Sind schon geliefert und müssen nur noch montiert und verschraubt werden: Die neuen Sitz-Stehplatz-Kombinationen aus Edelstahl.

Sind schon geliefert und müssen nur noch montiert und verschraubt werden: Die neuen Sitz-Stehplatz-Kombinationen aus Edelstahl.

Das Stadion von RB Leipzig sollte eigentlich zu Saisonbeginn ganz in Rot erstrahlen. Die blau-türkisen Sitzschalen sollen ausgetauscht und durch neue, rote Sitze ersetzt werden. RB-Farben statt Schwimmbadoptik – ein langgehegter Wunsch der Fans.

Doch zum Saisonstart Mitte August wird die dann fast fertig umgebaute Arena noch bunt bestuhlt sein, denn es gibt Lieferengpässe bei den roten Sitzen. Die zu 80 Prozent recycelbaren Schalen an sich sind vorhanden, doch es mangelt an roter Farbe. Hintergrund ist, dass es in der belgischen Farbenfabrik, die beauftragt worden war, einen Brand gab. Somit ist das Unternehmen nicht lieferfähig. Stattdessen kommt die Farbe nun aus China, was dauert. Das erklärte RB-Bauleiter Falk Jänicke bei einer Baustellenbegehung am Freitagmittag.

Wie viele rote Sitze dann schon montiert werden können, ist noch offen. Die Zuschauerränge sollen dann aber im Laufe der Saison immer roter werden, wenn die fehlenden Sitze nach und nach geliefert und montiert werden.

Bereits installiert werden derzeit die Sitz-Steh-Kombinationen im zur Stehplatztribüne umgebauten Fansektor B. Die Edelstahl-Traversen können bei Bedarf bei Europapokal- oder Länderspielen aufgeklappt werden. 10.500 Stehplätze verwandeln sich dann in 6170 Sitzflächen – in Rot versteht sich. Auch im Gästesektor können je nach Auslastung aus Stehplätzen rote Sitze werden. Das in knapp zwei Jahren umgebaute Stadion fasst zur neuen Saison maximal 47.069 Fans. Bis auf die fehlenden roten Sitze – wofür RB nichts kann – soll zur Einweihung des umgebauten Stadions eine Woche vor Saisonbeginn alles Funktionale fertig sein, so Jänicke.

4317 alte Sitzschalen aus Sektor B hatte RB an Dauerkarteninhaber und andere fans und Vereine vergeben und dafür 13.000 Euro an Spenden für karitative Einrichtungen gesammelt. (RBlive/ukr)