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"Das versteht doch kein Mensch!" Sachsens Fußballchef hält neue Corona-Maßnahmen für lebensfern

SVF-Chef Hermann Winkler

SVF-Chef Hermann Winkler

Keine Großveranstaltungen bis zum 31. Dezember, leere Stadien bis mindestens zum 31. Oktober: Die Entscheidungen der Ministerpräsidenten konferenz (MPK) und der Bundeskanzlerin kommen in Sachsen nicht gut an. Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes, Hermann Winkler, zeigte sich schwer enttäuscht über die Entscheidung der Bundespolitik.

Der CDU-Politiker sagte der dpa: "Die Stadionatmosphäre ist das Salz in der Suppe bei Sportveranstaltungen, für Sportler und Zuschauer. Dieses wird uns weiterhin mit der Schonkost aus Berlin vorenthalten."

Corona macht das Vereinsleben platt

Winkler, der auch Vizepräsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes NOFV ist, verwies auf die für Vereine und Verbände elementar wichtigen Zuschauereinnahmen. "Dies trifft gerade Ostdeutschland. Hier gibt es nicht die Pharma- und Autokonzerne, die den Sport unterstützen. Hier sind es Handwerker, Einzelhandel und Reisebüros, die durch drastische Corona-Maßnahmen schon leiden. Soll nach der Wirtschaft jetzt auch das Vereinsleben platt gemacht werden?", fragte Winkler.

Der Fußballfunktionär befürchtet langfristige Schäden in der Sportlandschaft. Zudem erscheint ihm das Votum der Ministerpräsidenten-Konferenz weder erklärbar noch lebensnah. „Wir erleben volle Strände und Vergnügungsparks, aber ein halbleeres Stadion an der frischen Luft steht auf dem Index. Das versteht doch kein Mensch", sagte er dem Sportbuzzer. Die Vereine hätten viel Energie in umsetzbare Hygienkonzepte investiert „und bekommen zum Dank die Rote Karte aus Berlin.“ (RBlive/dpa/hen)