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Noch Tickets für Auswärtsspiel in Freiburg RB unzufrieden mit sächsischen Corona-Regeln

Feiern mit 3G: Der SC Freiburg eröffnet gegen St. Pauli sein Stadion

Feiern mit 3G: Der SC Freiburg eröffnet gegen St. Pauli sein Stadion

Es gibt noch Tickets für das Auswärtsspiel in Freiburg. Das vermeldet RB Leipzig auf seiner Homepage mit dem Hinweis, dass der Verkauf nur noch bis Mitternacht möglich ist. Die Partie findet kommenden Sonnabend statt, Anpfiff ist 15.30 Uhr.

Die Karten für das Liga-Eröffnungsspiel des SC Freiburg in seinem neuen Stadion, dem Europapark, kosten ab 11,90 Euro. Es gelten die altbekannten 3-G-Regeln. Wer geimpft ist, genesen oder getestet, darf in die Arena. Ab dem Montag sind die Antigen-Tests, auch Bürgertests genannt, allerdings kostenpflichtig. Sie werden um die 11,50 Euro kosten und dürfen nicht älter als 24 Stunden alt sein.

Kosten für PCR-Test: 51 Euro

Apropos 3G, 2G, 3G-Plus - nirgendwo sonst als im Fußball wird deutlich, wie bunt und verschieden die Bundesrepublik ist. Denn jeder macht gerade seins. Die einen Vereine lassen keine Getesteten mehr ins Stadion (2G), die anderen schon (3G), und jetzt gibt es auch eine dritte Variante. Der FC Bayern lässt nur noch PCR-Getestete ins Stadion (3G-Plus). Die Kosten für einen solchen Test: rund 51 Euro.

Dafür gibt es von der bayerischen Landesregierung den Daumen hoch für ein volles Stadion. Kommendes Wochenende soll es soweit sein, dann wollen die Bayern gegen Hoffenheim wieder 75000 Zuschauer zulassen. Ohne alles und mit viel: ohne Maske, Abstand und mit jeder Menge Bier.

In Leipzig schauen sie neidisch Richtung Süden. In der Messestadt gilt immer noch die 35 als Richtwert für die Auslastung des Stadions - 35 Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Aktuell liegt dieser Inzidenzwert in der Stadt bei rund 45. In München ist er doppelt so hoch (100, Stand 10.10.2021)

Was fordert RB von der Landesregierung?

Es dürfen aktuell also nur 25.000 Zuschauen in die Arena. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, hat der Klub vom Cottaweg jetzt einen  Brief an die Landesregierung in Dresden geschickt. In diesem weist der Klub auf die sportlichen und finanziellen Nachteile der aktuellen Corona-Verordnung hin und fordert von der Politik in Sachsen, sich die anderen Bundesländer und deren Regeln für die Auslastung von Fußballstadion zum Vorbild zu nehmen. Am Dienstag werden die Eckpunkte für die neue Corona-Verordnung in Dresden besprochen.

Attraktive Heimspiele

Dann soll auch die Auslastung für Großveranstaltungen neu überdacht werden. Bislang gilt eine Obergrenze bei 2G von 5000 Menschen. Laut neuer Verordnung soll diese Grenze fallen und Ausnahmen bei 3G gelten. RB bevorzugt beide Modelle: entweder ein Wegfall der 5000er-Grenze bei 2G oder die Beschränkungen bei 3G, wobei dann wohl wieder Masken am Platz zur Pflicht werden würden.

RB tendiert wohl aber zu Letzterem so wie auch der Sportclub in Freiburg, denn eine 2G-Regel ist in Sachsen heikel. Das hat mit dem Impfverhalten im Bundesland und den angrenzen Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg zu tun, wo viele RB-Fans wohnen und die Zahl der impfskeptischen Menschen etwas höher ist als anderswo. In Sachsen etwa liegt die Quote bei 55,4 Prozent auf Menschen allen Alters bezogen, in Brandenburg bei 59,2, ebenso in Thüringen, in Sachsen-Anhalt liegt sie bei 61,6, in Bayern bei 63,3 Prozent. Der bundesweite Wert liegt laut Robert-Koch-Institut bei 65,2 Prozent (Stand 10.10.2021).

Demgegenüber stehen Fallbeispiele wie in München, die zu einer 3G-Plus-Regel verführen, auch wenn RB die Kosten für den PCR-Test als zu hoch erscheinen. Es stehen nämlich attraktive Heimspiele gegen Paris St. Germain (3.11.), Dortmund (6.11), Leverkusen (28.11), Manchester City (7.12) und Gladbach (Wochenende 10. bis 12. Dezember) an. Die würde man gern ausverkaufen. (RBlive/hen)