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Von Ullrich Kroemer

Streit mit der Stadt RB-Beauftragter Rosenthal im Interview: „RB Leipzig sollte das direkte Gespräch suchen”

Heiko Rosenthal, Leipziger Sportbürgermeister.

Heiko Rosenthal, Leipziger Sportbürgermeister.

Zwischen der Stadt Leipzig und der Vereinsführung von RB Leipzig ist ein Streit entbrannt. Es geht um das 17.000 Quadratmeter große Gelände vor dem Stadion, wo einst das Schwimmstadion stand und aktuell eine denkmalgeschützte Tribüne samt ehemaligem Heizhaus vor sich hin wittert.

Einig sind sich Stadt und Klub darin, dass das Gelände mit einem Parkhaus oder einer Tiefgarage, der neuen Geschäftsstelle des Vereins samt Sportmuseum sowie einem großen Fanshop bebaut werden soll. Doch RB Leipzig möchte das Areal nicht nur pachten, sondern unbedingt kaufen, um zu investieren, und pocht dabei auf eine angebliche „Zusage” (RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff) von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Es steht Aussage gegen Aussage:

Heiko Rosenthal (Linkspartei), Dezernent für Umwelt, Ordnung, Sport und RB-Leipzig-Beauftragter der Stadt, spricht im Gespräch mit RBLive/Mitteldeutscher Zeitung über die Perspektive der Stadt und Lösungsansätze:

Herr Rosenthal, wie beurteilen Sie den aktuellen Dissens zwischen der Stadt und RB Leipzig?
Heiko Rosenthal: Ich nehme vor allem einen medialen Dissens wahr. Ich glaube, dass wir in der Kommunikation der Mitarbeiter untereinander keinen Dissens haben. Wir haben ja auch vor der medialen Auseinandersetzung regelmäßig und intensiv über das Thema gesprochen. Das geht jetzt weiter. Ich gehe davon aus, dass wir gemeinsam dem Stadtrat einen Lösungsvorschlag präsentieren werden. Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt.

Rosenthal: „Wir konnten RB Leipzig zu keinem Zeitpunkt zusagen”

Oliver Mintzlaff behauptet, es habe eine Zusage für den Verkauf des Grundstücks gegeben. Burkhard Jung verneint das. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären?
Wir haben als Stadt Leipzig gegenüber RB Leipzig immer betont, dass ein solcher Vertrag dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden muss. Insofern konnten wir RB Leipzig zu keinem Zeitpunkt zusagen, dass der Stadtrat einem Verkauf zustimmt. Aber es ist richtig, dass wir über den Verkehrswert gesprochen und uns darüber verständigt haben und im Ergebnis ein Vertragsentwurf in Arbeit ist. Aber am Ende entscheidet der Stadtrat, ob es einen Verkauf oder ein Erbbaurechtsvertrag gibt.

Haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb RB das als Zusage interpretiert?
Nein.

Hat sich Herr Jung nach der Besprechung mit dem Ältestenrat möglicherweise zu weit aus dem Fenster gelehnt, was die Möglichkeit eines Verkaufs angeht?
Das glaube ich nicht. Natürlich kann man mit einem Partner einen Erbbaurechtsvertrag ebenso wie einen Grundstückskaufvertrag verhandeln. Die liegen übrigens technisch gesehen überhaupt nicht weit auseinander. Für beide Verträge muss man den Verkehrswert des Grundstücks ermitteln, was wir getan haben. Im Kaufvertrag würde dann die Gesamtsumme stehen, im Erbbaurechtsvertrag ruft man einen vom Verkehrswert abgeleiteten Erbbauzins auf. Beides sind grundstücksähnliche Rechtsgeschäfte. Das ist RB Leipzig auch alles bekannt. Schließlich wurde die Errichtung des Trainingszentrums als Großinvestition auch über einen Erbbaurechtsvertrag geregelt. Wir werden nun gemeinsam mit dem Stadtrat diskutieren, was für die Stadt die beste Entscheidung ist.

Die Aussagen und der Zeitpunkt waren nicht gut."
Heiko Rosenthal über Vorwürfe von RB-Boss Oliver Mintzlaff an OBM Burkhard Jung kurz vor der Oberbürgermeisterwahl

Ihre Fraktionskollegin Franziska Riekewald sagte, sie sei „entsetzt” über die fordernden Aussagen von Oliver Mintzlaff, da sie suggerierten, dass es ihm egal sei, was der Stadtrat entscheidet. Wie nehmen Sie das öffentliche Auftreten von RB gegenüber der Stadt in diesem Fall wahr?
Die Aussagen und der Zeitpunkt waren nicht gut. RB Leipzig sollte das direkte Gespräch mit dem Stadtrat suchen. Die mediale Kommunikation führt nur zu unnötigen Irritationen. Stadt und RB Leipzig haben ein großes gemeinsames Interesse an der Realisierung des Projektes „Reaktivierung des alten Schwimmstadions“.

Trainingszentrum wurde auch mit Erbbau-Pacht gebaut

Wie wollen Sie die Kommunikation wieder aufnehmen?
Die Kommunikation war nie unterbrochen. Wir haben mit RB Leipzig weitere Gespräche für die kommenden Wochen vereinbart.

Haben Sie Signale, dass RB sich auch mit einer Erbpacht anfreunden könnte oder will der Klub nur dann investieren, wenn er auch kaufen kann?
Das kann ich Ihnen aktuell nicht beantworten. Aber wie gesagt: Das Trainingszentrum wurde auch über einen Erbbaupachtvertrag realisiert. (RBlive/ukr)

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