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Von Ullrich Kroemer

Verkauf vom Tisch? Stadt äußert sich nächste Woche zum Streit-Grundstück

Einst fanden hier Schwimmwettkämpfe statt, heute ist das Grundstück, auf dem einst das Schwimmstadion stand, Konfliktthema zwischen Stadt und RB Leipzig.

Einst fanden hier Schwimmwettkämpfe statt, heute ist das Grundstück, auf dem einst das Schwimmstadion stand, Konfliktthema zwischen Stadt und RB Leipzig.

RB Leipzig möchte auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmstadions vor der Red-Bull-Arena ein Parkhaus, die neue Geschäftsstelle des Klubs samt sogenannter Fanwelt bauen. Aber nur, wenn die Stadt das Grundstück neben dem Stadionvorplatz auch verkauft und nicht nur verpachtet.

Doch nachdem das Thema in den Wochen vor der Oberbürgermeister-Wahl medial hochkochte, wird ein Verkauf immer unwahrscheinlicher. Im Stadtrat, der einem Verkauf zustimmen müsste, gibt es keine Mehrheit. Und auf eine Anfrage der Freibeuter-Fraktion, antwortete die Stadt, dass Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Abstimmung „für ein Erbbaurecht an den Verein votieren” würde. Also eine 99 Jahre währende Pacht statt Verkauf.

Wie die Bild-Zeitung nun berichtete, kursiere im Rathaus bereits eine Vorlage für den Stadtrat, in der nur noch von Erbpacht die Rede sei. Die Möglichkeit eines Kaufs für den Klub sei gar nicht mehr erwähnt.

Bislang keine weiteren Gespräche mit RB Leipzig

Sportdezernent Heiko Rosenthal, auch RB-Leipzig-Beauftragter der Stadt, teilte auf RBlive/MZ-Anfrage mit, dass mit RB Leipzig „bislang keine weiteren offiziellen Gespräche zum Grundstück Schwimmstadion stattgefunden” hätten. Relevant für die Weiterarbeit sei Antrag der Grünen. Darin heißt es, dass ein „Verkauf der Fläche an Red Bull und RB ausgeschlossen werde”. Ebenso wie ein oberirdisches Parkhaus. Die Grünen beauftragten die Stadt, einen Masterplan für die Entwicklung des Stadionumfeldes zu entwickeln und bis spätestens Mitte 2021 vorzulegen. Das wird Thema in der nächsten Sitzung des Stadtrates sein, der jedoch wegen der Corona-Pandemie vorerst bis 30. April ausgesetzt ist. 

Die Stadtverwaltung werde dazu jedoch bereits in der nächsten Woche ihren Verwaltungsstandpunkt veröffentlichen, teilte Rosenthal mit.

RB Leipzig behauptet, dass es eine Zusage gegeben habe, das Areal kaufen zu dürfen, an die bestimmte Bedingungen geknüpft gewesen seien. Die Stadt pocht darauf, dass sie den Kaufwunsch lediglich geprüft habe – auch durch die Ermittlung des Grundstückswertes –, aber zu keinem Zeitpunkt habe zusagen können, dass der Stadtrat einem Verkauf zustimmen würde. Auf Anfrage der Freibeuter teilt das Sportdezernat detailliert mit, wann Gespräche mit RB Leipzig stattfanden.


Das Parkhaus wird auch benötigt, weil das Auflage für Leipzig als Standort für die Fußball-Europameisterschaft 2024 ist. Dabei ist auch interessant, dass es bereits ein noch immer aktuelles Verkehrkonzept für das Sportforum aus dem Jahr 2014 gibt, dass Parken auf dem Stadionvorplatz wegen des zu starken Verkehrsaufkommens nicht empfiehlt.

„Die Anbindung an das überörtliche Straßensystem ist nicht optimal”, sagt Rosenthal auf Nachfrage. „Soweit zukünftig der Parkplatz Arena II ertüchtigt wird, ist die Ableitung des Verkehrs über die Straße Am Sportforum infolge der besseren infrastrukturellen Voraussetzungen besser abbildbar.

Fragt sich nur, wer das Parkhaus bauen soll, wenn sich RB zurückzieht, weil der Klub sich bislang nur dann mit etwa 40 bis 50 Millionen Euro beteiligen will, wenn das Grundstück auch verkauft und nicht nur verpachtet wird. (RBlive/ukr)