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von Ullrich Kroemer

„Das Ding muss rein!”: RB Leipzig hadert mit Chancen-Wucher von Werner & Co.

Vier Großchancen in zwei Spielen vergeben: Timo Werner

Vier Großchancen in zwei Spielen vergeben: Timo Werner
Copyright: imago/Moritz Müller

Die Akteure von RB Leipzig waren nach dem 1:1 (0:0) bei Bayer 04 Leverkusen hin- und hergerissen. In der ersten Hälfte hatte das Team von Trainer Julian Nagelsmann Leverkusens Raumangebote dankbar angenommen, aggressiv zweite Bälle erobert und ein ums andere Mal die Dreier-Abwehrkette überrumpelt. „Früh anfassen und die hoch stehende Leverkusener Kette mit Chips oder Lobs überspielen” sei die Devise gewesen, verriet Mittelfeld-Motor Diego Demme. Alter RB-Fußball in Reinform.

„Wir haben ein tolles Spiel gemacht, gezeigt, dass wir gut drauf sind, trotz der zwei Niederlagen zuvor”, sagte Spielmacher Emil Forsberg. „Wir haben immer noch Selbstvertrauen, das war auch für uns selbst wichtig, das zu spüren und auf dem Platz zu zeigen, dass es immer noch geht.” Allein, der Ball wollte nicht ins Tor.

Nagelsmann: „2:0 zur Pause wäre das Mindeste gewesen”

Timo Werner hätte zwei Treffer machen müssen (15., 26.), Matheus Cunha mindestens einen seiner zwei Großchancen (8., 29.) und Marcel Sabitzer aus wenigen Metern Torentfernung sowieso (33.). Weitere Gelegenheiten wie die Distanzschüsse von Marcel Halstenberg (31.) und abermals Cunha (38.) noch gar nicht mitgezählt. „Wir müssen nicht jede Chance machen”, aber ein Pausenstand von „2:0 wäre das Mindeste gewesen”, kritisierte Trainer Julian Nagelsmann und nannte die Chancenverwertung „fahrlässig”.

Insbesondere Nationalstürmer Werner, der sein 100. Bundesligaspiel für RB absolvierte, hatte keine glückliche Woche. Erst vergab er in der Champions League gegen Lyon zwei hundertprozentige, nach der Arithmetik von Nagelsmann sogar „tausenprozentige” Chancen. Nun wiederholte sich das gegen Leverkusen. Erst scheiterte Werner an Keeper Lukas Hradecky; danach ließ er sich noch vom hinterhersprintenden Daley Sinkgraven irritierenden und verfehlte das Tor mit seinem Schlenzer deutlich.

RB vergibt die meisten Großchancen

Vergebene Großchancen in der Bundesliga

Vergebene Großchancen in der Bundesliga

Insgesamt acht Großchancen hat Timo Werner in der Bundesliga bereits vergeben, mehr als jeder andere Spieler. Auch Marcel Sabitzer und Christopher Nkunku (jeweils vier) rangieren in dieser Statistik unter den ersten Sechs der Liga. Keine Angriffsreihe hat mehr Top-Gelegenheiten liegenlassen. So mahnte Leipzigs schwedischer Spielmacher Emil Forsberg: „Uff, wir müssen die einfachen Tore machen. Die Chancen haben wir, aber das Ding muss rein.”

Eine Erklärung für den plötzlichen Chancen-Wucher hatte Forsberg auch nicht: „Wir müssen einfach mit mehr Power in die Torszenen reingehen, aber das kommt.” Nach der in den ersten Wochen noch so hochgelobten Effizienz vor dem Tor dürften mangelnde Frische und Konzentration, auch Selbstvertrauen und Nervenstärke eine Rolle spielen.

Orban über Werner: „Er ist bemüht”

Kapitän Willi Orban sagte bei Sky über seinen Sturmkollegen Werner: „Er versucht es ja, er ist bemüht. Er hat ja die Chancen, läuft immer wieder in die Räume, was er vorher nicht so gut gemacht hat. Mittlerweile hat er ein sehr gutes Timing, wann er in die Räume geht. Wir geben ihm jetzt ein bisschen Zeit. In der Nationalmannschaft hat er die Gelegenheit das ein oder andere Tor zu machen. Dann ist er auch wieder selbstbewusst und kann bei uns weiter machen.”

So war Nagelsmann „einerseits stolz auf uns, dass wir den Matchplan so gut umgesetzt haben”, sagte Demme. „Aber es gibt eben Tage, an denen wir aus den vier, fünf Chancen alle machen. Heute sollte es leider nicht sein. Aber wir können auf die Leistung aufbauen.” Nagelsmann resümmierte nach dem einzigen Punkterfolg in dieser englischen Woche: „Ich bin bissl traurig, dass wir nicht gewonnen haben, aber ich bin auch froh, dass es ein geiles Fußballspiel war.” (RBlive)

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