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Von Martin Henkel

"Eine Botschaft für die Spieler, die von unten kommen" Barça-Vize schießt gegen RB-Profi Ilaix Moriba

War angeblich gierig: Ilaix Moriba

War angeblich gierig: Ilaix Moriba

In Leipzig fragt man nicht, unter welchen Umständen sich Ilaix Moriba dem Kader des deutschen Vizemeisters angeschlossen hat. Man flog im Sommer nach Barcelona, Vereinschef Oliver Mintzlaff und seine rechte Hand Florian Scholz stielten den Transfer mit viel Stolz ein, überwiesen dafür 16 Millionen Euro und hoffen nun, dass sich der Kauf des 18 Jahre jungen Guineers auszahlen werde.

Felischen ums liebe Geld

In Barcelona aber, wo der feinfüßige Mittelfeldspieler in der Nachwuchsakademie "La Masía" ausgebildet wurde, erinnert man sich mit gemischten Gefühlen an den Deal. Über die Ohren verschuldet ließ der katalanische Großklub sein Talent ziehen, aber eigentlich widerwillig, wie Vereinsvize Rafael Juste in einem Interview mit "El Mundo Deportivo" wiederholte und präzisierte, dass Moriba schlichtweg zu viel Geld geforderte habe. Immerhin, es wäre sein erster Profivertrag gewesen.

Weil das Top-Talent zu viel Salär für die Verlängerung seines 2022 auslaufenden Vertrages forderte, hatten die Katalanen ihm eine Anstellung beim A-Kader verwehrt. Auf die Frage, warum man kein verbessertes Angebot abgegeben habe, um das Eigengewächs vom Verbleib zu überzeugen, sagte Yuste: "Wir wollten das wegen der Einstellung des Spielers nicht tun. Wenn man die Grenzen überschreitet, die man nicht überschreiten darf, muss man den Leuten, die von unten kommen, eine Botschaft senden. Man muss den Verein mehr lieben als das Geld."

Laporta: "Wer gehen will, kann das tun"

Dem Vernehmen nach hatte der Jungspunt eine Verdopplung seines Gehalts gefordert, mit dem er ohnehin schon der bestbezahlte Jugendspieler im Klub gewesen war. So zumindest die Version der Barca-Führung, die mit horrenden Schulden zu kämpfen hat und deswegen auch Superstar Lionel Messi im Sommer nach Paris ziehenlassen musste. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzt man deshalb auf die eigene Jugend. Moriba war als Nachfolger von Klublegende Sergio Busquets vorgesehen.

Klubchef Joan Laporta hatte dem Guineer schon Anfang August, einige Wochen vor dem Transfer nach Leipzig, eine klare Ansage gemacht: "Wer gehen will, kann das tun – natürlich unter bestimmten Bedingungen." RB Leipzig lieferte - und hofft nun, dass das Talent aus Barcelona die Hoffnungen auf eine angesehene Karriere umsetzt, die man auch in Barcelona gehegt hatte. (RBlive/hen)