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"Hoffe nicht, dass man sie auspfeift" Kampl wünscht sich fairen Empfang für Nagelsmann, Sabitzer und Upamecano

Kevin Kampl ist mit 30 Jahren der älteste Feldspieler bei RB Leipzig.

Kevin Kampl ist mit 30 Jahren der älteste Feldspieler bei RB Leipzig.

Kevin Kampl von RB Leipzig hat klare Vorstellungen für das Spitzenspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München mit Ex-Trainer Julian Nagelsmann. „Das wird außergewöhnlich, ein absolutes Topspiel gegen eine Topmannschaft. Ich hoffe natürlich, dass wir drei Punkte holen. Dann kommt dazu, dass wir unseren alten Trainer auch ärgern wollen, ihm die Punkte abnehmen wollen“, sagte Kampl am Dienstag nach dem Training. „Ich bin mir sicher, wenn die Jungs gesund und munter von den Nationalmannschaften zurückkommen, dass wir ein Topspiel abliefern“, betonte er.

Von dem schwachen Start in die Bundesliga-Saison will sich Kampl nicht verrückt machen lassen. „Wir haben eine Supertruppe zusammen, sind sehr hungrig, auch wenn wir zwei Spiele verloren haben in den ersten drei Spielen. Das spielt überhaupt keine Rolle, in so großen Spielen kann immer alles passieren“, betonte Kampl und appelliert an sein Team: „Egal, ob man ein bisschen kaputt ist, man muss sehen, dass man die zwei Tage hier gut nutzt, gut regeneriert - wir brauchen die Jungs am Wochenende.“

Kevin Kampl freut sich auf Wiedersehen mit Ex-Teamkollegen bei RB Leipzig

RB-Cheftrainer Jesse Marsch musste beim ersten Training in dieser Woche mit einem Rumpfteam arbeiten. Lediglich elf Feldspieler hatte der US-Amerikaner zur Verfügung. Der Großteil des Teams wird erst an diesem Mittwoch von den Länderspielen nach Leipzig zurückkehren und am Donnerstag ins Training einsteigen. Insgesamt musste der Vizemeister 15 Akteure auf internationaler Ebene abstellen.

Ob er gegen den FC Bayern in die Startelf rutscht, wie es Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne angeregt hatte, ist für Kevin Kampl kein Thema. Zuletzt laborierte der Mittelfeldstratege an Sprunggelenksproblemen, stand gegen Stuttgart gar nicht und gegen Wolfsburg nur vier Minuten auf dem Rasen. Zudem freut sich der 30-Jährige auf das Wiedersehen mit Nagelsmann, Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer - und auf einen fairen Umgang: „Ich weiß nicht, wie die Fans reagieren werden. Sabi und Dayo waren extrem lange hier, haben sehr, sehr viel für den Verein getan, haben den Verein mit hochgebracht. Auch Julian hat die letzten zwei Jahre Wahnsinnsarbeit mit seinem Trainer-Team hier geleistet. Sie haben uns extrem weiterentwickelt. Ich hoffe natürlich, dass man sie nicht auspfeift oder so.“ (RBlive/dpa/fri)