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„Keine Angst vor Konsequenzen“: Julian Nagelsmann über Qualität und Entwicklung bei RB Leipzig

Julian Nagelsmann traut sich und RB Leipzig viel zu.

Julian Nagelsmann traut sich und RB Leipzig viel zu.
Copyright: imago/Uwe Kraft

RB Leipzig hat im Schnitt zwei Punkte in der Liga geholt, den Auftakt zur Champions League gewonnen und steht gegen den VfL Wolfsburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Julian Nagelsmann findet sein Team aber längst noch nicht stabil genug, wie er im zweiten Teil des Faninterviews bei RB-Fans.de erklärte. Dabei ging es ausführlich auch um die Neuzugänge und taktische Herangehensweisen.

Von Kramaric und Bittencourt zu Werner: Nagelsmann sieht mehr Qualität in Leipzig

Der RB-Trainer klingt angesichts der Punktausbeute etwas streng, aber verdeutlicht auch die Ansprüche, die er an sein Spiel stellt. Bei der TSG Hoffenheim hatte er zuvor alles aus dem Kader herausgeholt und war auch an Grenzen gestoßen, die er nun in Leipzig in der Form nicht mehr hat. „Es ist schon ein wenig Glück dabei, aber am Ende des Tages natürlich auch Qualität“, erklärt Nagelsmann den Unterschied zu seinem Ex-Verein.

Mit der TSG sei er beispielsweise an Donetsk auch gescheitert, weil die herausgespielten Chancen nicht verwertet wurden. „Mit RB Leipzig haben wir jetzt normal viele Chancen und dann natürlich einen Timo Werner, der sie eben rein macht.“ Spieler wie Kramaric und Bittencourt hätten nach seiner Rechnung durchaus 10-12 Tore mehr schießen können.

RB Leipzig noch nicht stabil genug für Rotation

Nur ist es bei RB längst nicht so, dass schon alle im Kader ihre Leistungsgrenze auch erreichen. Aus verschiedenen Gründen reicht es daher bei Ademola Lookman, Luan Candido oder Marcelo Saracchi kaum zu Einsätzen. „Bevor das Gesamtkonstrukt nicht super stabil ist, werden diese Spieler einfach immer weniger Spielzeit haben“, sagt der RB-Trainer.

Der brasilianische Neuzugang, der auch noch in der U19 spielen kann, habe noch „deutlich zu viele Fehler gemacht“, was auch körperliche Gründe hatte. Zudem brauche Candido noch weitere taktische Ausbildung, die er vom Niveau der brasilianischen Liga nicht erlangen konnte. „Im seltensten Fall kannst du einen 18-jährigen Außenverteidiger aus Brasilien holen, der sofort alle Spiele macht.“ Stattdessen setzt Nagelsmann auf Kontinuität.

Diego Demme feiert 200. Pflichtspiel – Ampadu muss warten

Das ist auch ein Grund, weswegen Diego Demme in der laufenden Saison wieder regelmäßig spielt. „Nach der letzten Saison hätte es auch sein können, irgendein Verein kommt für Diego, und er will unbedingt weg, weil er wenig gespielt hat.“ Der Dauerbrenner wollte aber nicht gehen und Nagelsmann freut’s. Demme kennt die Mannschaft, er absolvierte gegen Bayer Leverkusen sein 200. Pflichtspiel. Es war zwar das erste Ligaspiel 2019/20 über 90 Minuten, aber in allen sieben Partien stand er auf dem Platz. Wenn er und Laimer aktuell nicht in sehr guter Verfassung wären, hätte es auch Ethan Ampadu leichter, sich mal beweisen zu dürfen. „Er hat drei Wochen sehr gut trainiert. Man merkt, dass er Einsätze will.“

Lookman im „Nachteil“ bei RB Leipzig

Schwer hat es auch Ademola Lookman, über dessen Schwierigkeiten Nagelsmann erst kürzlich offen sprach. Gegen die tief verteidigenden Bremer sei er ein Kandidat gewesen, hatte dann aber das Pech, dass Konrad Laimer verletzt raus musste. Einen so offensiv denkenden Spieler auch als Flügelspielern neben der Dreierkette zu bringen, gehörte zur Idee hinter seiner Verpflichtung.

Schon in Hoffenheim hatte er bei seinem ersten Spiel im Abstiegskampf – ebenfalls gegen Bremen – mit den gelernten Stürmern Volland und Ochs auf den Außenbahnen überrascht. „Wir mussten sofort anfangen dreifach zu punkten, und das ging nur über Tore“, erklärt Nagelsmann.

„Keine Angst vor Konsequenzen“ ermöglicht Julian Nagelsmann Innovation

Nur steckt RB nun mal nicht im Abstiegskampf. Und gegen Vereine, die viele Umschaltmomente über die Außen bekommen, traute Nagelsmann Lookman einfach noch nicht zu, defensiv auf der Höhe zu sein. Auch, weil er in keiner der RB-Akademien in Leipzig, Salzburg oder New York gelernt hat.

Wenn Nagelsmann aber von einer Idee überzeugt ist, geht er gerne ins Risiko und versucht auch das Ungewöhnliche. Nicht aus Prinzip, sondern weil er damit umgehen kann, wenn es nicht funktioniert. „Ich habe keine Angst vor den Konsequenzen“, sag der 32-Jährige. Erfolg steht bei ihm nicht über allem. Er ist Mittel zum Zweck, dient dem Spaß an der Arbeit.

(msc)

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