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Laimer über Keitas Foul: „Das gehört dazu.“

Konrad Laimer in Seefeld.

Konrad Laimer in Seefeld.

RB-Sommerzugang Konrad Laimer hat die Trainingssense von Naby Keita an Diego Demme Montagmorgen im Training des Bundesligisten im österreichischen Seefeld als normal bezeichnet. „Im Fußball gehört das dazu“, sagte der Österreicher am Mittag. „Eine gewisse Aggressivität ist da immer mit drin.“

Dass Keita Demme mit augenfälliger Absicht in die Beine grätschte, nachdem der Guineer zuvor von Demme umgerempelt worden war, spielte Laimer herunter. Revanchefoul? Laimer meinte: „Beide sind ineinander reingerutscht. Der Naby hat sich dann auch gleich entschuldigt.“ Das allerdings erst, nachdem ihn Trainer Ralph Hasenhüttl dazu aufgefordert hat. „Dazu“, sagte Laimer, könne er nichts sagen. Da habe er nicht drauf geachtet.

„Alles super!“

Passiert eben. Dass der Zugang aus Salzburg die sichtbar rüde Attacke nicht überbewerten wollte, passte ins Bild, dass der 20-Jährige am Montag im Teamhotel von sich zeichnete. Unaufgeregt, tiefentspannt und ausgestattet mit dem klaren Auftrag an sich selbst, nichts zu sagen, dass irgendjemand auf zwei Weisen interpretieren könnte. Alles super bei seinem neuen Verein. Die Bedingungen großartig. Die Kollegen prima.

Laimer ist ein Red-Bull-Spieler der ersten Generation. Seit er zehn ist, spielt der gebürtiger Salzburger bei seinem Heimatortklub. Dass er sich schwer getan habe mit der Entscheidung, Salzburg zu verlassen, darf man ihm deshalb getrost glauben. Aber dass er lange Zeit auch nicht gewußt haben will, ob er nach Leipzig wechseln oder seinen „nächsten Karriereschritt“ woanders hin setzen soll, kann man in Zweifel ziehen. Zu RB an den Cottaweg umzuziehen, ist für Salzburger Talente in der jüngeren Vergangenheit die naheliegenste Option gewesen. Dass Laimer erst wenige Tage nach der Entscheidung der Uefa zur Lizenzierung beider Klubs für den Europapokal Leipzig zusagte, kann man auch in die Nähe der Untersuchungen des Europaverbandes zu den Verquickungen beider Vereine stellen. Auch die Transferkanäle wurden von der Uefa unter die Lupe genommen.

Laimer tritt den elterlichen Rasen platt

Laimer wollte sich entsprechend dazu nicht äußern. Sei ja auch nicht mehr relevant. „Ich bin jetzt hier, da muss ich dazu nichts mehr sagen. Mir war klar, dass ich zu RB will.“ Jetzt also Leipzig, wo es ihm gut gefällt, worauf er sich freut, und wo er sich dem Trainer als Option für eben jene Position anbieten will, die von den zwei Foul-Duellanten Demme und Keita besetzt sind. Ansprüche? Hat er keine. „Der Trainer entscheidet.“ Was er anders mache als seine zwei Kollegen? „Jeder Spieler ist eigen.“ Wo seine Stärken liegen? „Sicher im Gegenpressing und im schnellen Umschalten.“ Warum er sich für RB entschieden hat? „Ich mag die Spielweise. Und die Bedingungen im Verein.“

Fühlt er sich zu den anderen Österreichern im Team hingezogen? „Ich komme mit allen gut klar.“ Wie hat das mit ihm angefangen, mit Fußball? Käfig, Bolzplatz? „Im Garten meiner Eltern, die waren dann froh, als ich zu einem Verein bin, damit der Rasen endlich wieder wachsen kann.“ Und was hat er vor in seinem ersten Jahr beim Vorjahresvizemeister, Laimer wurde immerhin zum besten Spieler der vergangenen Saison in Österreich gewählt, ist Jungnationalspieler? Der junge Mittelfeldmann sagte: „Ich will lernen. Mich entwickeln. Und im Training alles geben.“