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Von Martin Henkel

„Emotionale Maschine”: Vollgas-Comeback von Tyler Adams nach sieben Monaten Pause

Erstes Spiel für RB seit Mai: Tyler Adams.

Erstes Spiel für RB seit Mai: Tyler Adams.

Tyler Adams macht man nichts vor. Herbstmeisterschaft - "Was ist das?", fragte der US-Amerikaner von RB Leipzig nach dem 3:1 gegen Augsburg zum Abschluss der Hinrunde auf die Frage nach dem inoffiziellen deutschen Fußballtitel. "Sowas gibt's doch gar nicht! Halbserienmeister - das muss ein Witz sein. Meister am Ende der Saison, das kenne ich, das ist das, was wir hier versuchen.”

Unnachahmlich auf den Punkt gebracht

Sie hat in Leipzig fast sieben Monate lang gefehlt, diese nordamerikanische Mixtur aus Pragmatismus und Selbstgewissheit, was die Saisonziele der Sachsen anbetrifft, die am Ende der Hinserie noch einmal verdeutlichen, dass ihnen der erste Platz vor der Winterpause nicht mehr wert ist, als eine Standortbestimmung.

Adams brachte das unnachahmlich auf den Punkt, und es ist die Weihnachtsüberraschung schlechthin gewesen, dass der 20-Jährige eine Stunde vor Anpfiff der Partie gegen Ausgburg auf der Liste für die Besetzung der Startelf stand - zum ersten Mal seit dem Pokalfinale im Mai -, und deshalb überhaupt dazu kam, sein Comeback zu kommentieren. Am Morgen erst hatte im sein Trainer das "Go" dafür gegeben.

"Das war ein schönes Geschenk heute", sagte Adams. "Es war ein steiniger Weg bis hierher. Zuletzt aber habe ich gut mit dem Team trainiert und ich war nicht überrascht, dass ich heute gespielt habe. Ich bin froh, dass ich auf den Platz durfte, ich habe mich gut und fit gefühlt und bin sehr glücklich."

Die Leisten hatten als erste angefangen, Probleme zu bereiten. Danach meldeten sich andere Regionen seines Körpers mit Schmerzen, sodass er schon ab April angeschlagen war, die Vorbereitung verpasste und auch danach nicht fit werden wollte, so sehr er sich auch bemühte. Sehr zum Frust des ehrgeizigen US-Amerikaners, der vergangene Saison zum Stammpersonal bei RB gehörte. "Ein paar Mal sah es schon so aus, als würde ich wieder spielen können", berichtete er, "und dann hat mich wieder irgendwas irritiert oder ich habe mich verletzt. Draußen zu sitzen und zuschauen zu müssen, war hart."

Dass es doch noch geklappt hat mit dem Comeback vor Weihnachten lag an seinen vergangenen zwei Trainingswochen, "in denen er Vollgas" gegeben hat, wie sein Trainer erklärte. Und am 1:2 der Dortmunder in Hoffenheim Freitagabend. Ex-TSG-Coach Nagelsmann hatte es sich angeschaut und "bemerkt, dass bei allen Teams so ein bißchen die Luft rausgeht." Deshalb schlich sich Adams in seinen Plan für die Partie einen Tag später. "Wir haben auch schon 25 Partien gespielt und ich wollte gegen Augsburg Spieler bringen, die unabhängig von der Situation und dem Gegner Bock haben, Vollgas zu geben. Tyler ist so einer, eine emotionale Maschine, der das kann."

Nagelsmann lobt Rückkehr aus der "kalten Hose"

Deshalb also der Einsatz anstelle von Nordi Mukiele, den Adams auf der rechten Viererkettenseite vertrat. Ungewohnt für den eigentlich zentral vor der Abwehr beheimateten Sechser, "aber das war kein Problem für mich", sagte er. "In den letzten Monaten habe ich überhaupt nicht gekonnt. Ich hätte heute sonstwo gespielt."

Seinem Trainer hat es gefallen wie Adams selbst, der sich auf Weihnachten in New York freut, um sich ab 6. Januar dann die Restfitness für ein normales Leben als RB-Profi zu holen - ohne Verletzungen. Auf die Heimreise gab ihm sein Trainer "ein großes Lob" mit, "aus der kalten Hose auf einer ungewohnten Position so ein Spiel abzuliefern." (RBlive/mhe)