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Ralph Hasenhüttl: „Jeder Bundesligatrainer will mal deutscher Meister werden!“

Ralph Hasenhüttl

Ralph Hasenhüttl

Zu Gast bei bei der Talksendung Sky90 war gestern Ralph Hasenhüttl. Dort bekannte der Trainer von RB Leipzig, dass sein Vertrag eine Meisterprämie beinhaltet. Allerdings sei ihm die genaue Höhe der Prämie nicht bekannt. „Wenn wir keine Ziele hätten, müssten wir die Arbeit nicht antreten. Jeder Bundesligatrainer will mal deutscher Meister werden“, bekennt der Österreicher.

Für die aktuelle Spielzeit sieht er allerdings wenig Chancen, dass dieser Traum in Erfüllung geht. „Meister werden darf in Deutschland nur der FC Bayern. Ich muss schmunzeln, wenn ich sehe, wie Krisen beim FC Bayern aussehen. Wir haben gegen Hamburg 0:3 verloren, Bayern hat denen acht Stück mit auf den Weg geschickt. Die Mannschaft, die vorn steht, steht zurecht da vorn.“

Ralph Hasenhüttl will jedes Spiel gewinnen

„Wir stellen uns die Frage nicht, ob wir Meister werden wollen“, so Ralph Hasenhüttl weiter. „Wir wollen uns als Mannschaft entwickeln. Stecken uns das ganz große Ziel, denn wir wollen jedes Spiel gewinnen. Und selbst das reicht nicht, um ganz oben zu stehen.“

Hinter dem aktuellen Erfolg von RB Leipzig stecke „viel Substanz“.  Man habe einige Spieler, die trotz jungen Jahren bereits als Führungsspieler auftreten. Denn das „ist keine Frage des Alters, sondern der Gier und wie hungrig ich bin“. Dass mit dem Erfolg die Spieler auch Wechselwünsche entwickeln, glaubt der Trainer nicht. Man habe „keine Angst, dass uns Spieler verlassen möchten. It’s more fun to be a pirate than to join the navy. Es ist einfach spannender bei uns.“ Als es bei einem fertigen, erfolgreichen Topklub wäre.

Ralph Hasenhüttl will Champions-League-Platz halten

Zur aktuellen sportlichen Situation: „Schön, dass wir zehn Punkte Vorsprung haben. Wenn wir Bayern München wären, könnten wir wohl schon für die Champions League planen. Sind wir aber nicht, wir sind RB Leipzig. Noch zwölf verdammt schwere Spiele vor uns. Es ist eine gute Ausgangsposition. Wir wollen den Platz mit aller Macht halten.“

Zu Timo Werner: „Der Diskussion kann ich nicht folgen. Timo Werner hat einen Fehler gemacht und ist 20 Jahre alt. Ich finde es sensationell, wie er mit der Situation generell umgeht. Gäbe sehr viel routiniertere Spieler, die an so einer Situation zerbrechen würden. Unglaubliche Mentalität. Er ist schon ein sehr guter Spieler und wird ein großartiger Spieler.“ Und: „Du kannst ihn ganz schwer stoppen. Wenn der Ball im richtigen Moment kommt, dann ist er weg und du kriegst ihn nicht mehr. Da muss man als Verteidiger manchmal zu Mitteln am Rande der Legalität greifen.“ Er habe schon viel mit Werner gearbeitet. Auch mit Rücken zum Tor sei er besser geworden. „Trotzdem hat er noch viel Entwicklungspotenzial.“

Zum DFB-Pokal: „Aus dem DFB-Pokal ausscheiden kann ich richtig gut. Das könnte auch nächstes Jahr wieder eine unserer großen Stärken sein.“

Bayern-Trainer für Ralph Hasenhüttl interessant, aber aktuell kein Thema

Zu einem möglichen Bayern-Interesse an Ralph Hasenhüttl: „Wenn man an einen Punkt kommt, wo man glaubt, dass man sich mit Wissen und Qualität und Erfahrung den nächsten Schritt zutraut und man auch noch die Energie hat, das zu tun und man dann auch noch zufällig der Kandidat ist, dann ist das immer ein Thema. Ob das jemals passiert, darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich habe in Leipzig einen phantastischen Verein gefunden, in dem ich mich wohl fühle und viel neues lerne. Das erfüllt mich tagtäglich mit viel Freude.“

Zur Spielidee: „Ich glaube nicht, dass der Stil so kraftaufwändig ist, wie er dargestellt wird. Wichtiger Teil unseres Spiels ist aber, frisch in eine Partie zu gehen.“ Bei englischen Wochen sei das schwierig zu gewährleisten.

Zur Arbeit bei RB Leipzig: „Unser Star ist die Taktik und wie wir im Verbund agieren. Wir überlassen nichts dem Zufall. Der Staff hinter der Mannschaft hat einen Riesenanteil. Wir lassen nichts unversucht, probieren immer wieder was neues, sind offen für Innovationen.“ Diese Art des Arbeitens mache viel Spaß.

Leute müssen unbeschadet ins Stadion gelangen können

Zu den Übergriffen beim Spiel in Dortmund: „Das ist kein RB-Leipzig-Problem. Höchstes Gut muss es sein, unbeschadet ins Stadion zu kommen und wieder nach Hause. Wenn das nicht garantiert ist, bleiben die Leute zu Hause. Dann wird es zu einem Problem für den Fußball.“

Zum Umgang mit RB Leipzig: „Die Ablehnung, von der man gerne spricht, findet nicht so statt, wie man glaubt. Es gibt viele Menschen in Deutschland, die uns gerne sehen. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Platzes. Unser Fußball spricht für sich und ist eine Bereicherung für die Liga. Unsere Entwicklung ist sensationell und macht mich stolz.“