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Rivalen der Rückrunde: Rangnick lobt Cunha und Bruma

Bruma traf zum 3:2 gegen Werder Bremen.

Bruma traf zum 3:2 gegen Werder Bremen.
Copyright: imago/Christian Schroedter

Von einer A- und B-Mannschaft wollte er bei RB Leipzig nicht sprechen. Aber Ralf Rangnick hatte selbst dafür gesorgt, dass im Verlauf der Hinrunde ein solcher Eindruck entstand. Indem er nämlich den Kader auf zwei Wettbewerbe verteilte und die Bundesliga dann in der Relevanz zweifellos vorzog. Die Situation ändert sich nun zur Rückrunde.

Ralf Rangnick ruft den Konkurrenzkampf aus

Die Neuzugänge Matheus Cunha, Marcelo Saracchi und Nordi Mukiele spielten überwiegend in der Europa League. Jetzt müssen sie zusehen, sich einen Weg in die erste Elf zu erkämpfen. Denn Ralf Rangnick rief mit dem Ende der Hinrunde den Konkurrenzkampf aus. „Entscheidend wird sein, wie sie im neuen Jahr reagieren. Die Jungs müssen zeigen, wie sehr sie in die Mannschaft wollen“, sagte der RB-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Werder Bremen. Dabei nannte Rangnick explizit die Duelle Saracchi gegen Halstenberg, Mukiele gegen Klostermann oder auch in der Innenverteidigung Konaté gegen Upamecano.

Matheus Cunha am weitesten integriert

Der spielerischen Integration haben die Einsatzzeiten in der Europa League gut getan. Dass bei den drei Neuen nach gerade einmal vier Monaten noch vieles fehlt, ist dem RB-Coach klar. „Sprachlich, kulturell, aber auch die Spielweise mussten sie erstmal vermittelt bekommen.“

Am weitesten sieht Rangnick den Brasilianer Matheus Cunha. „Am Ende der letzten Saison habe ich ein Interview mit ihm in fließendem Französisch gehört. Neun Monate vorher konnte er noch kein Wort“, sagte Rangnick über Cunha. Das kann man auch der Statistik entnehmen. Denn der Brasilianer kommt neben Kapitän Willi Orban auf die meisten Kadernominierungen (31), nach Augustin auf die meisten Einsätze als Joker (9).

Altbewährte Stammkräfte haben sich noch verbessert

Dass der Weg in die erste Elf schwer ist, bezog Ralf Rangnick vor allem auf die Entwicklung seines Mannschaftskerns. Diego Demme hob er hervor, der unter Hasenhüttl nicht unangefochten war und jetzt die meisten Minuten (2.141) auf dem Konto hat. Auch etablierte Spieler wie Yussuf Poulsen (1.717 Minuten), Willi Orban (1.752 Minuten) und Kevin Kampl (1.917 Minuten) hätten nochmal einen richtigen Sprung gemacht. Marcel Sabitzer und Dayot Upmecano, die in der Vorsaison zu den Leistungsträgern zählten, waren nach ihren Startschwierigkeiten auch wieder in Form gekommen.

Ibrahima Konaté als Gewinner der Hinrunde

Eine Ausnahme, ähnlich wie Upamecano vor einem Jahr, bildet Ibrahima Konaté. Ralf Rangnick hielt eine längere Lobeshymne auf den erst 19-Jährigen, der seit Sommer 2017 dabei ist. „Er ist ein absolutes Musterbeispiel. Wir haben ihn ablösefrei aus Sochaux verpflichet und er hatte schon unter Hasenhüttl mehr Zeiten, als er sich erhofft hatte.“

Bei Ralf Rangnick ist er zum Leistungsträger geworden und hat hinter Demme und Kampl die meisten Spielminuten (1.844) absolviert. „Das musst du mit 19 Jahren erstmal machen“, zeigte sich Rangnick beeindruckt. „Er ist ein hochintelligenter Typ, hat in einem Monat Abitur, Saisonabschluss und Führerschein hingelegt.“ Dass er ein besonderer Spieler ist, habe er gleich bemerkt, als er damals seine Familie kennenlernte.

Kriegen Augustin und Bruma die Kurve?

Wie Ibrahima Konaté stehen auch Jean-Kevin Augustin und Bruma vor dem Bergfest ihrer zweiten Saison. Der Franzose bekam in den letzten Wochen schon einiges über seine Form zu hören. Nun erklärte Rangnick auch die Lage von Bruma. „Wir haben bei Galatasaray gesehen, was in ihm steckt und sein Potenzial hat er auch bei uns angedeutet“, so der RB-Coach, als er sich an das Debüt-Traumtor gegen den SC Freiburg erinnerte.

Dann gab es aber eine Leistungsdelle beim Portugiesen und viel Unzufriedenheit. „Zum richtigen Stammspieler hat es nicht gereicht, diese Saison hatte er am Anfang Probleme. Im Training hatte er nicht überzeugt“, erklärte Rangnick. Bis zu einer Länderspielpause vor zwei Monaten. „Wie durch ein Wunder haben sich die Einsatzzeiten von Beginn an erhöht. Ich habe das Gefühl, er ist angekommen.“

Bruma mit gesteigertem Ansehen in der Mannschaft

Das zeichnet ihn nicht nur auf dem Platz aus. „Er ist ehrgeizig, hat auch besser Deutsch gelernt, versteht das meiste. Und das hat etwas mit seinem Ansehen in der Mannschaft gemacht. Es gibt kaum jemanden, der nicht positiv über ihn spricht“, berichtete Rangnick.

So sieht man Bruma auch mal, wie er seine Mitspieler coacht, mehr von ihnen fordert. Eine Entwicklung, die etwas auf sich warten ließ. Für Rangnick daher „auch ein Beispiel, dass man auch mal Geduld haben muss.“ Das deutlichste Ausrufezeichen setzte Bruma am Ende selbst, als er das 3:2 gegen Werder Bremen erzielte.

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