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„Zu früh schützende Hand über die Spieler gehalten” Nagelsmann benennt Fehler in der Corona-Pause

„Dass keiner fehlerfrei durchs Jahr kommt, ist auch normal.”

„Dass keiner fehlerfrei durchs Jahr kommt, ist auch normal.”

Vor dem letzten Saisonspiel beim FC Augsburg (Sa., 15.30 Uhr) hat RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann auch Fehler und Lehren seines ersten Jahres in Leipzig resümmiert. „Ich habe gespürt, dass es bisschen unruhiger wird, wenn wir unentschieden spielen”, sagte der 32-Jährige. RB verlor zwar tatsächlich nur vier Spiele – gemeinsam mit dem FC Bayern die wenigsten der Liga. „Aber gefühlt haben wir mehr verloren”, sagte Nagelsmann. Denn jedes der zahlreichen Unentschieden zum Schluss fühlte sich an wie eine Niederlage. Doch der größere Druck sei auch „logische Konsequenz meines nächsten Schrittes zu einem bisschen größeren Verein”, bewertete Nagelsmann.

Nagelsmann: „Fehler, den ich mir auf die Fahnen schreibe”

Zudem zog der Mann aus dem bayrischen Landsberg auch inhaltliche Lehren aus der Spielzeit. „Wir im Trainerteam und auch die Spieler haben gewisse Fehler gemacht – aber dass keiner fehlerfrei durchs Jahr kommt, ist normal”, so der Fußballlehrer. Gerade in Zeiten einer Pandemie, die auch für die Trainer völlig neue Herausforderungen mit sich brachte. Dafür benannte der Trainer ein konkretes Beispiel:

„Wir wussten nicht genau, inwieweit der Cheftrainer eingreifen kann, ohne dass wir den Spielern auf die Nerven gehen und trotzdem Inhalte vermitteln”, erklärte Nagelsmann. „Wir haben nach meinem Eindruck zu früh die schützende Hand über die Spieler gehalten und zu wenig Videoanalysen gemacht, weil wir den Spielern Freiräume geben wollten”, so der Coach. „Wir haben die Theorie nicht mehr so extrem behandelt wie davor. Das würde ich als kleinen Fehler bezeichnen, den ich mir auf die Fahnen schreibe.” So litt auch die Umsetzung von Nagelsmanns Spielprinzipien, die nach einem Jahr „noch nicht so in Fleisch und Blut übergegangen” sind, „wie andere Dinge, die sie seit Jahren machen”.

Nagelsmann: „Wir gehören dieses Jahr auf den dritten Platz”

Deswegen wird Nagelsmann die Vorbereitung ganz ähnlich gestalten wie im vergangenen Jahr, um der Mannschaft seine Elemente einzupflanzen. „Wir werden bei relativ wenig anfangen, du musst immer viel wiederholen”, sagt er. Nagelsmann hofft, dass die Spieler mit einem Jahr Erfahrung im Rücken seine Trainingsinhalte schnell verinnerlichen, sodass „wir richtige Weiterentwicklungen vollziehen können, wie wir sie diese Saison in der Hinrunde schon hatten”.

Das generelle Fazit nach seinem Premierenjahr fällt positiv aus. „Ich bin am Ende doch ganz zufrieden mit dem, was wir erreicht haben”, bilanziert der Trainer-Jungstar. „Dritter zu werden, wäre eine sehr gute Leistung. Das ist der Platz, auf den wir dieses Jahr hingehören. Nach Bayern und Dortmund, aber vor Gladbach und Leverkusen.” Nagelsmann betont, dass die „Königsklasse” zwar bereits zum Selbstverständnis des Klubs gehöre. Doch dass die Spieler das auch jedes Jahr aufs neue schaffen, „ist nicht selbstverständlich. Das ist immer noch eine gute Leistung”, so der Chefcoach. (RBlive/ukr)