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„Zu viel Red Bull getrunken”: Rangnick schwärmt von seinen Salzburger Meisterschülern

Perfekt funktionierendes Duo: Marco Rose und Christoph Freund

Perfekt funktionierendes Duo: Marco Rose und Christoph Freund

Chapeau! Ralf Rangnick hat vor dem Red-Bull-Duell zwischen Leipzig und Salzburg zum Start der Europa League die Verantwortlichen des Gegners ausgiebig gelobt. Kein Wunder, schließlich lernten Marco Rose und Christoph Freund ihr Handwerk einst unter Rangnick.

Der Anlass des Europa-League-Spiels zwischen RB Leipzig und FC Salzburg bringt es mit sich, dass Ralf Rangnick noch einmal an seine Anfänge im Red-Bull-Fußball-Reich erinnerte. Als er 2012 begann, baute er als Doppel-Sportdirektor beide Klubs strategisch vollständig um. Von Anfang an dabei war auch Rangnicks Nachfolger und aktueller Sportdirektor Christoph Freund.

Rangnick: „Christoph Freund hat mich angeguckt wie ein Auto”

„Als ich in der ersten Woche zu meinen Mitarbeitern Christoph Freund und Jochen Sauer gesagt habe, dass wir uns dahin entwickeln müssen, dass Salzburg irgendwann einmal regelmäßig Spieler für deutlich zweistellige Millionensummen verkauft, hat mich Christoph Freund angeguckt wie ein Auto und hat wahrscheinlich gedacht: ,Der hat zu viel Red Bull getrunken’”, berichtete Rangnick von den ersten Arbeitstagen. „Er hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass wir von Österreich reden.”

Inzwischen hat Salzburg bereits sieben Spieler für zehn Millionen Euro oder mehr verkauft (die Salzburger Rekordtransfers bei transfermarkt.de). Das Gesamtvolumen allein dieser sieben Transfers liegt bei etwa 114 Millionen Euro. Den Großteil dieser Wechsel wickelte Rangnicks einstiger Schüler Freund ab, der nach Rangnicks Rückzug nach Leipzig zur Saison 2015/16 übernahm.

Rangnick über Freund: „Es gibt in Österreich keinen Besseren”

„Es gibt in Österreich keinen Besseren für diesen Position. Er macht einen großartigen Job und ist ein ganz feiner Mensch”, schwärmte Rangnick. „Es war genau die richtige Entscheidung, ihm die Verantwortung zu geben. Er hat inzwischen auch genug Erfahrung. Viel besser kann man das nicht machen, davor kann ich nur den Hut ziehen.”

Und auch sein Trainerkollege Marco Rose lernte unter Rangnick. 2013 lotste Rangnick den damaligen Trainer von Lok Leipzig als U16-Coach nach Salzburg. „Ich hatte Marco Rose als Spieler bei Hannover 96 und kannte ihn daher sowohl als Spieler, aber auch als Mensch. Als wir Salzburg neu aufgebaut und strukturiert haben, ging es darum, Trainertalente zu uns zu holen. Einer davon war Marco Rose, ein anderer war Zsolt Löw”, berichtete Rangnick.

Dass Rose ein „außergewöhnlich begabter Trainer” sei und Potenzial für mehr als Nachwuchstrainer hat, ahnte Rangnick bereits damals. „Mir war klar, dass er das Zeug dazu hat, ein richtig guter Cheftrainer zu werden. Das hat er jetzt in den vergangenen zwei Jahren eindrucksvoll bestätigt”, lobte der 60-Jährige.

Marco Rose: „War schon immer ein ambitionierter Junge”

Auch Rose selbst, der einen coolen Eindruck bei der Pressekonferenz hinterließ, intelligent und locker, ironisch und gewitzt antwortete, wurde nach seiner Anfangszeit unter Rangnick gefragt. Mit einem Lächeln sagte er: „Also der Anfang war nett, alle haben mich freundlich empfangen.” Inzwischen, raunt man in Salzburg und Leipzig, sei das Verhältnis zwischen Rose und Rangnick nicht mehr so innig.

Bei der Salzburger U16 habe er seine „pädagogische Seite herauskehren dürfen” und „viel gelernt in den zwei Jahren”. Durch den Gewinn der Youth League beförderte sich Rose vor anderthalb Jahren sozusagen selbst zum Chefcoach. „Dass ich jetzt hier sitze und ein Europa-League-Spiel gegen Leipzig coache, war nicht abzusehen. Aber ich war schon immer ein ambitionierter Junge, der Trainer geworden ist, um sich weiterzuentwickeln”, sagte Rose.

Rose über Rose: „Der wird seinen Weg gehen – keine Angst”

Darüber, dass er auch als neuer RB-Leipzig-Trainer gehandelt wurde, mochte der 42-Jährige vor dem Spiel nicht mehr sprechen. Nur so viel: „Ich denke, dass Ralf einen sehr guten Job hier machen wird und Nagelsmann dann im nächsten Jahr seine Spuren hinterlassen wird.” Selbstbewusst fügte er hinzu: „Und Marco Rose wird auch seinen Weg gehen – keine Angst. Entweder bei Salzburg oder woanders. Ich arbeite bei einem tollen Verein unter super Bedingungen. Alles gut bis hierhin, was dann passiert, werden wir sehen.”