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RB Leipzig – FC Salzburg: Zwei Mannschaften im Spiel „gegen sich selbst“

Marco Rose kehrt mit Red Bull Salzburg in seine Leipziger Heimat zurück.

Marco Rose kehrt mit Red Bull Salzburg in seine Leipziger Heimat zurück.

RB Leipzig gegen den FC Salzburg, das ist auch das Duell ähnlicher Spielideen. In beiden Klubs implementierte Ralf Rangnick ab 2012 eine aktive, auf Balleroberung und Umschaltspiel setzende Spielidee. Auch den heutigen Salzburg-Coach Marco Rose hatte er deshalb einst in den Nachwuchs des österreichischen Vereins geholt.

Wenig verwunderlich, dass beim ersten Pflichtspiel zwischen Leipzig und Salzburg entsprechend zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die „in gewisser Weise gegen sich selbst“ spielen, wie Ralf Rangnick vor der Partie erklärt. Da sich die Spielweisen ähneln, komme es darauf an, „wer sein Spiel besser auf den Platz bekommt. Wir müssen clever sein und die Partie mit Aggressivität, Intensität und der nötigen Effektivität angehen.“

Salzburger Vorteil durch Schwäche der österreichischen Bundesliga?

Man müsse in diesem Spiel als deutscher Bundesligist mit der Favoritenrolle leben, so Ralf Rangnick weiter. Von Vorteil sei für die Salzburger, dass es im Sommer „keinen Trainerwechsel gab und der Kader im Wesentlichen zusammengeblieben ist“. Entsprechend ist eine eingespielte Mannschaft zu erwarten, die in dieser Saison auch bereits zwölf Pflichtspiele absolviert hat und dabei auch das bittere Aus in der Champions-League-Qualifikation verkraften musste.

Im Vorteil sieht Rangnick die Salzburger auch bezüglich der Belastungssteuerung. Der Verein könne die Ligaspiele zum „Einspielen“ nutzen und immer wieder durchwechseln. Weil das Niveau der österreichischen Bundesliga nicht so groß ist, gewinne Salzburg die Spiele trotzdem. Diesen Luxus, quasi die Liga nebenbei zu bestreiten, habe Leipzig nicht. Dafür hofft Ralf Rangnick im Spiel gegen Salzburg auf die „höhere Einzelspielerqualität“ bei seiner Mannschaft, um erfolgreich zu sein.

Marco Rose hat den Anspruch, bei RB Leipzig zu gewinnen

„Hast du etwa am Wochenende mit 80% gespielt“, fragte Salzburgs Coach Marco Rose scherzhaft in Richtung seines Spielers Hannes Wolf, als er auf die Rangnick-Aussagen angesprochen wurde. „Wir müssen auch immer 100% spielen“, sah er den Vorteil einer Liga, in der man sich einspielen könne, nicht. Gegen RB Leipzig brauche man allerdings „vielleicht 120%“, fügte er noch hinzu.

Dabei gibt sich Marco Rose durchaus selbstbewusst. „Wir haben den Anspruch zu gewinnen. Egal wo. So gehen wir die Sache auch an“, blickt er auf das Spiel gegen Leipzig voraus. Dabei werde man auch nicht versuchen, den Gegner mit neuen taktischen Varianten zu überraschen. Vielmehr wolle man  „wir sein. Wenn wir es schaffen wir zu sein, werden wir ein gutes Spiel machen und am Ende sehen, was wir dafür bekommen.“

FC Salzburg will nicht nur pressen, sondern auch Fußballspielen

Große Ähnlichkeiten sieht Marco Rose zwischen Leipzig und Salzburg vor allem im Spiel gegen den Ball. Unter Ralf Rangnick sprinte und laufe der Bundesligist wieder mehr und setze stärker auf Umschalten und schnelles Vertikalspiel, was auch in Salzburg zentrales Element ist. „Unser Anspruch ist aber auch“, grenzt Rose sein Team von der Leipziger Mannschaft ab, „dass wir unsere fußballerische Klasse auf den Platz bringen.“ Das werde allerdings gegen das aggressive Verteidigen von RB Leipzig schwierig.

Keine große Rolle spielt für den Salzburg-Coach der Ausfall von Timo Werner. „Jetzt gewinnen wir auf jeden Fall“, erklärte er scherzhaft auf Nachfrage, um dann darauf zu verweisen, dass mit Cunha, Augustin und Poulsen noch „andere hochtalentierte Spieler in Leipzig zu finden“ sind. „Die Qualität von Leipzig ist einfach richtig stark. Die Spiele sind für uns eine Standortbestimmung.“

Unterstützung bekommt Rose beim Spiel in Leipzig eventuell vom Ex-Bremer Zlatko Junuzovic. Der Mittelfeldmann steht nach Verletzung wieder im Kader. Der ehemalige Leipziger Smail Prevljak muss allerdings verletzt zuschauen.

(mki)