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Von Ullrich Kroemer

Timo Werners emotionale Rückkehr nach Leipzig „Kam mir so vor, als käme ich nach Hause”

„Länderspiel in Leipzig ist etwas Besonderes”: Timo Werner und Bundestrainer Jogi Löw.

„Länderspiel in Leipzig ist etwas Besonderes”: Timo Werner und Bundestrainer Jogi Löw.

Timo Werners Herz hängt noch immer an Leipzig. Vor dem Länderspiel gegen die Ukraine (Sa., 20.45 Uhr) berichtete der 24-Jährige, dass er nach ein paar freien Tagen in Dresden mit seiner Freundin Paula in Leipzig nach wie vor Heimatgefühle entwickelt. „Obwohl ich schon drei Monate in England bin, kam es mir so vor, als würde ich nach Hause kommen und wäre nur im Urlaub gewesen”, sagte Werner.

Und weiter: „Die vier erfolgreichen Jahre hier waren etwas Besonderes, deswegen halte ich das immer in Ehren. Ich komme immer sehr gern nach Leipzig, und ein Länderspiel hier ist erst Recht etwas Besonderes.” Zur Begrüßung traf der gebürtige Stuttgarter beim Training am Donnerstag auf dem RB-Gelände am Cottaweg einige bekannte Gesichter. Nicht nur zu Ex-Kollegen, auch zu den Mitarbeitern von RB, betonte er, habe er nach wie vor einen engen Draht.

Da bei Chelsea derzeit nicht trainiert wird, war Werner bereits am Wochenende nach Sachsen geflogen, was sich angefühlt habe, „wie ein zweiter Sommerurlaub. Vier, fünf Tage am Stück hatte ich schon lange nicht mehr frei.”

Taktik bei Chelsea: „Lange, diagonale Bälle hinter die Kette”

Doch Werner klagt anders als viele Kollegen nicht über die immense Belastung, sondern freut sich vielmehr, dass er so weniger trainieren und mehr spielen darf. „Aller drei Tage zu spielen, ist einerseits sehr anstrengend, aber auf der anderen Seite macht es richtig Spaß. Man entwickelt sich durch Spiele weiter, und es ist etwas Besonderes, alle drei Tage gegen richtig gute Mannschaften anzutreten”, sagte der Neu-Londoner.

Spielerisch-taktisch musste sich Werner in den ersten Wochen bei seinem neuen Klub FC Chelsea allerdings deutlich umgewöhnen. „In England wird dann doch viel mit langen Bällen gespielt, viel auf zweite Bälle gegangen. Das ist ein anderer Stil als wir ihn mit der Nationalmannschaft pflegen”, sagte Werner. Die Maßgaben von Trainer Frank Lampard seien es, „lange, diagonale Bälle hinter die Kette ohne lange abzuwarten auf den Stürmer” zu schlagen, und „auch mal zweite Bälle einzusammeln, und den Angriff neu zu starten”. Klingt nicht gerade nach feiner Klinge.

Timo Werner: „Durch die englische Härte robuster geworden”

Doch Werner findet sich mit inzwischen acht Saisontoren in zwölf Matches – allein sieben davon in den vergangenen vier Wochen – immer besser zurecht und hat bereits gelernt, sich körperlich besser durchzusetzen. „Durch sehr viele robuste Gegenspieler wird man selbst robuster, geht anders in Zweikämpfe, muss enge Räume auch nochmal anders wahrnehmen”, beschrieb er. „Das hilft mir auch für die Nationalmannschaft, durch die englische Härte selbst robuster geworden  zu sein.”

Doch es war Werner auch anzumerken, dass er sich auf das im besten Falle schnellere, flachere, direktere Kombinationsspiel im DFB-Team freut. Der Angreifer beschrieb, wie das DFB-Team seit dem Neuanfang mehr aufs schnelle Umschalten und aggressivere Bälleerobern setzen wolle, wodurch Werners Geschwindigkeit mehr zum Tragen kommen soll. Das Trio Werner, Sané, Gnabry sei „sehr schnell und zielstrebig, ich möchte nicht in der Haut der gegnerischen Mannschaft stecken”.

Übrigens: Auch in seiner Wahlheimat London fühlt sich der rundum zufrieden und aufgeräumt wirkende Werner wohl. Dass er die pulsierende englische Metropole wegen der Corona-Beschränkungen bislang nur vergleichsweise leer kennengelernt hat, nutzte er, um die Stadt in Ruhe zu erkunden. Und auch was die Verpflegung angeht, hat der Döner- und Bratwurst-Liebhaber bereits diverse Anlaufstellen gefunden. (RBlive/ukr)