"komplizierte Schädigung"

Yussuf Poulsen fällt mindestens bis September aus

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 01.07.2022, 14:23
Kam letzte Saison oft von der Bank: Yussuf Poulsen.
Kam letzte Saison oft von der Bank: Yussuf Poulsen. IMAGO / kolbert-press

Stürmer Yussuf Poulsen fällt aufgrund seines Muskelfaserrisses in den linken Adduktoren noch länger aus, als befürchtet. Der 28 Jahre alte Angreifer vom RB Leipzig kann wahrscheinlich erst im September wieder ins Training eingreifen. Ein Kontroll-MRT in dieser Woche habe ein schwereres Verletzungsbild ergeben und führe damit zu einer Anpassung der Ausfallprognose, teilte der Klub am Freitag mit.

"Natürlich ärgert mich die erneute Verletzung und die lange Ausfallzeit. Ich habe mich nach dem Pokalsieg wieder sehr auf die neue Saison gefreut. Ich werde die Zeit jetzt nutzen, um möglichst schnell und zu einhundert Prozent fit zurückzukehren", sagte Poulsen. "Parallel werde ich mich komplett durchchecken lassen, um in Zukunft dieses Verletzungsrisiko so gut wie möglich zu minimieren."

RB Leipzig will Ursachen für häufigen Muskelverletzungen bei Yussuf Poulsen finden

Dr. Helge Riepenhof, Direktor Medizin und Sportwissenschaften bei RB, sprach von einer einer "komplizierten Schädigung des Muskel- und Sehnenapparats". Man habe sich gemeinsam für eine konservative Behandlung entschieden.  "Gleichzeitig werden wir gemeinsam alles daransetzen, die Ursachen für die häufigen Muskelverletzungen in den letzten Monaten zu finden und zu beheben."

Unter der Woche war mit einem Ausfall bis Mitte August gerechnet worden, wie die Bild-Zeitung berichtete. Poulsens Zwangspause könnte ein Türchen für Leih-Rückkehrer Alexander Sörloth öffnen, der eigentlich abgegeben werden sollte. "Er ist unser Spieler, und er hat es bei Real Sociedad gut gemacht, das haben wir am eigenen Leib zu spüren bekommen”, sagte Coach Domenico Tedesco zum Traingsauftakt am Montag. „Ich möchte mal mit Alex trainieren und mit ihm sprechen. So einen Stürmertypen wie ihn haben wir nicht – vor allem nach dem Ausfall von Yussuf Poulsen.”