Die RB-Spieler in der Einzelkritik

Mit Reife gegen furiose Lombarden

RB Leipzig erreicht mit dem 2:0 in Bergamo das Halbfinale der Europa League. So haben wir die Auftritte der Sachsen bewertet.

Von Martin Henkel Aktualisiert: 15.04.2022, 09:10
Standen wacker und reif gegen Bergamo und Stürmer Muriel: Willi Orban und Dani Olmo
Standen wacker und reif gegen Bergamo und Stürmer Muriel: Willi Orban und Dani Olmo (imago/independent photo agency)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 2:0 (1:0) gegen Atalanta in Bergamo gesehen

Peter Gulacsi: Hatte in der ersten Hälfte einiges zu tun, gerade zu Beginn der Partie. Musste einen Schuss von Zapacosta (6.), Mailonovskyi (17.) und eine Hereingabe von Zapata (36.) entschärfen. Nach der Pause wurde es ruhiger, Atalanta kam nicht mehr zu ihm durch. Note: 2.

Mohamed Simakan: War stark am Mann, wieder mit vollem Einsatz seiner Arme, was sich dieses Mal nicht negativ auswirkte. Starke 75 Prozent Zweikampfquote. Holte sich am Ende unnötigerweise die zweite Gelbe ab und fehlt im Hinspiel des Halbfinals gesperrt. Note: 2,5.

Willi Orban: Fehlt ebenfalls gelbgesperrt im Halbfinale. Ein großer Verlust, weil der Abwehrchef gegen Bergamo seine ganze Klasse zeigte. Dirigierte, grätschte, verhinderte Schüsse und köpfte am Ende so ziemlich jedes Langholz aus der Gefahrenzone. Note: 2,5.

Josko Gvardiol: Unauffällige Partie des Kroaten. Wenn Bergamo gefährlich wurde, dann über seine Seite, auf der auch Angeliño neben ihm Probleme hatte, die Italiener zu bändigen. Seine Zweikampfquote fiel mit 33 Prozent mäßig aus. Note: 3,5.

Benjamin Henrichs: Hatte seine Seite weitgehend gut im Griff. Spielte den Pass auf Laimer, der mit seinem Solo das 1:0 einleitete. Note: 3.

Konrad Laimer: Überragende Partie des Österreichers. Leitete seinen Sololauf zum 1:0 mit einem Kurzpass auf Henrichs selbst ein. Hatte in der 55. Minute das 2:0 auf dem Fuss, Atalanta-Keeper Musso rettete in letzter Sekunde. War neben Nkunku bester Mann auf dem Platz. Note: 1. 

Kevin Kampl: Eines der besten Spiele des Routiniers für RB. Hatte die Defensive unter seiner Kontrolle. Dirigierte, verteilte die Bälle und bestimmte bei Ballgewinn den Rhytmus zwischen Ballhalten und schnellem Kontern. Note: 1,5.

Angeliño: Durchschnittlicher Auftritt des Spaniers, der vor allem in der Rückwärtsbewegung bis zur Pause so seine Probleme hatte. Ein paar seiner Flanken waren sehenswert, wurden aber nicht veredelt. Note: 3,5.

Christopher Nkunku: Zwei Treffer, Man of the Match. Nkunku ist die Erfolgsversicherung für RB, der alles veredelt, was seine Kollegen für ihn vorbereiten. Traf zum 1:0 nach Vorlage von Laimer und besorgte das 2:0 selbst. Wurde erste von Musso im Strafraum gelegt und verwandelte anschließend sicher vom Strafstoßpunkt. Note: 1.

Dani Olmo: Gute Partie des Spaniers. War emsig, bei Angriffen immer anspielbereit und ackerte im Gegenpressing mit. Hatte keine Tormöglichkeit und Glück, als ihm bei einem Bergamo-Freistoß im Strafraum der Ball an die Hand flog. Landsmann Lahoz bewerte die Aktion als regelkonform. Note: 2,5.

André Silva: War beim Elfmeterpfiff nicht mehr auf dem Platz, was ihm nach dem verschossenen Strafstoß im Hinspiele eine eventuelle Rückstufung als zweiter Schütze nach Forsberg ersparte. Machte ein paar gute Bälle fest, war wach und in seinen Aktionen sicher. In Tornähe kam er aber nicht. Note: 3.

Dominik Szoboszlai (63.): Kein Ausrufezeichen des Ungarn wie beim 3:0 gegen Hoffenheim in der Liga. Erledigte seine Aufgaben aber akkurat. Hatte in 24 Minuten nur noch zwölf Ballkontakte. Note: 3.*

*Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

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