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  5. Analyse der 1:5-Pleite für RB Leipzig gegen Bayern: Wie der Traum zum Albtraum mutierte

Höchste Heimniederlage Wie der Traum für RB zum Albtraum mutierte

RB Leipzig kommt sich vor, wie im falschen Film. Trotz bärenstarker erster 45 Minuten und einer ordentlichen halben Stunde in der zweiten Hälfte gegen den FC Bayern brechen die Gastgeber noch komplett in sich zusammen. Das hatte neben der Energie und Exzellenz der Münchner vier Hauptgründe, die sich die Leipziger zu Herzen nehmen müssen.

Von Ullrich Kroemer 18.01.2026, 09:42
Zu viel Platz: Ridle Baku rutscht weg, Harry Kane hat zu viel Platz und das Spiel kippt.
Zu viel Platz: Ridle Baku rutscht weg, Harry Kane hat zu viel Platz und das Spiel kippt. (Foto: imago/STEINSIEK.CH)

Leipzig – Als die Spieler von RB Leipzig nach dem 1:5 (1:0) gegen den FC Bayern an diesem Sonntag erwachten, muss ihnen der Samstagabend wie ein Albtraum vorkommen. Eine Illusion der möglichen Sensation, die zum Trugbild und zur höchsten Heimniederlage der Leipziger mutierte.

RB steht am Ende wie „bedeppert” da

Ja, kein anderes Team in der Bundesliga hat den FC Bayern eine Hälfte lang so dominant an die Wand gespielt wie RB Leipzig. Und keine andere Mannschaft hatte so viele und hochkarätige Torchancen gegen den Rekordmeister – 17 Torschüsse gegen Bayern sind in dieser Saison Rekord.

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Und doch standen die Leipziger am Ende da wie „bedeppert”, wie Xaver Schlager es ausdrückte. Dass das Spiel eine solch krasse Wendung nahm, hat vor allem vier Ursachen. 

Romulo: „Wir haben gezeigt, dass wir sie schlagen können”

Erstens: Die Chancenverwertung.
Bislang agierte RB in dieser Saison häufig ausgesprochen kaltschnäuzig vor dem Tor, die Chancenverwertung war kein großes Problem. Doch gegen die Bayern versagten den meisten die Nerven. So wie Antonio Nusa, der allein auf Manuel Neuer zulief und übermotiviert übers Tor schoss (24.). Eben auch, weil es gegen die Bayern ging. „Gerade in den großen Spielen musst du jede Chance nutzen, die du hast. Das ist der Punkt”, sagte Romulo. „Wir haben gezeigt, dass wir sie schlagen können, aber du darfst nicht nur 45 Minuten so spielen, sondern 90 Minuten wie die erste Hälfte.”

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Romulo, der als einziger bei seinem 1:0 (20.) vor dem Tor cool geblieben war, versuchte sich auch an einem Erklärungsansatz. „Vielleicht haben wir den Fokus verloren, es geht auch um Konzentration und Umgang mit Druck. Du musst ruhig bleiben, vielleicht waren wir dann ein bisschen nervös”, sagte der Brasilianer.

Werner: „Die Bayern drücken dich rein”

Zweitens: Verlorene Aktivität und Dominanz.
Spätestens ab der 60. Minute war es nur eine Frage der Zeit, bis Bayern München die Tore schießen würde. Nicht die Leipziger stressten die Bayern, sondern umgekehrt. Auch durch die Klasse der Einwechslungen – Bayern konnte Joshua Kimmich als ordnende Hand und den überragenden Michael Olise nachlegen – verloren die Gastgeber ihre Dominanz und mussten die Bayern spielen lassen.   

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„Es geht dabei um Intensität. Dieses Tempo aus der ersten Hälfte – das permanente Anlaufen, immer wieder vorschieben – kostet auch Körner”, erklärte Trainer Ole Werner. „Bei so einem Spielstand musst du gegen eine Mannschaft wie die Bayern auch erwartbar tiefer verteidigen, sie drücken dich rein, dann schaffst du es eben nicht mehr, immer wieder vorzuschieben und die Abstände zu halten.” Auch Kapitän David Raum erklärte die gekippte Spielkontrolle mit konditionellen Faktoren: „Wenn man am Ende nicht mehr die Frische hat, wir hie und da den Ball zu schnell hergeben, fehlen einem die letzten Schritte an Power.” Fast sechs Kilometer liefen die Münchner allein in der zweiten Hälfte mehr als RB (insgesamt über 128 Kilometer!) – das ist aktives Ballbesitzspiel.

Ausrutscher: „Sollte nicht passieren, wenn du was mitnehmen willst”

Drittens: Individuelle Fehler.
„Wir haben ein paar leichte Fehler vor und in der Box gemacht, das darf uns gegen Bayern nicht passieren”, ärgerte sich Romulo. Christoph Baumgartner patzte vor dem 1:1 kapital, als er bedrängt vom vorschiebenden Dayot Upamecano den Ball unfreiwillig Serge Gnabry auf den Fuß servierte. Und Ridle Baku verlor vor dem 1:2 erst die Orientierung und dann die Standfestigkeit gegen Harry Kane und rutsche weg.

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„Beide Teams hatten immer mal wieder Standschwierigkeiten. Es ist sehr, sehr ärgerlich, wenn du dadurch in eine schlechte Position kommst, den Zweikampf nicht führen oder ein sauberes Anspiel unmöglich wird”, kommentierte RB-Coach Werner. „Die Jungs sind professionell genug, sie werden sich selber ihre Gedanken machen, wie sie das beim nächsten Mal verhindern können. Es kann passieren, aber es sollte eben nicht passieren, wenn du was mitnehmen willst.”

Raum: „Wir verlieren unseren Kopf”

Viertens: Reife und Seriosität.
Nach dem 1:3 per Standard brachen alle Dämme. Rasenballsport wollte auf Teufel komm raus noch den Anschluss erzielen und verlor seine Struktur. „Ich dachte eigentlich, wir seien reifer. Wir verlieren unseren Kopf, wenn wir Gegentore bekommen. Das darf uns so nicht passieren, das müssen wir knallhart ansprechen, analysieren und sehr kritisch mit uns sein”, mahnte Raum.

Werner erklärte: „Wir bewegen uns aus Positionen heraus, schalten uns offensiv ein, aber das musst du aus der Struktur heraus tun. Wenn du das nicht tust, weiß der Gegner die Räume zu nutzen.” Und das taten die Bayern – gnadenlos wie ein Raubtier.

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