RB Leipzig

"Brauchen alle Geduld": Nagelsmann erwartet von Neuzugängen bei RB Leipzig keine Wunder

Von (RBlive/msc) 21.10.2020, 16:28
Hee-chan Hwang ist noch nicht bei 100 Prozent.
Hee-chan Hwang ist noch nicht bei 100 Prozent. imago/Jan Huebner

Beim Auftaktsieg von RB Leipzig gegen Basaksehir Istanbul in der Champions League konnte Julian Nagelsmann in der zweiten Halbzeit beim Stand von 2:0 ohne Sorgen seine Neuzugänge Benjamin Henrichs, Hee-chan Hwang und Justin Kluivert ins Spiel bringen. Zudem Ibrahima Konaté, der nach langer Verletzungspause wieder eingesetzt wurde. 

"Noch kein Meister vom Himmel gefallen"

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel machte der RB-Coach klar, dass die Erwartungen dabei an die Neuen noch nicht ganz so hoch sind. Benjamin Henrichs zeigte dabei die ansprechendste Leistung. "Wenn wir wechseln, macht er es ganz gut", hob Nagelsmann hervor. Justin Kluivert, der erst nach Ablauf der Transferperiode am 5. Oktober ins Training einstieg, aber auch Hee-chan Hwang brauchen allerdings noch Zeit. "Ohne Training ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das gilt für ihn wie für alle anderen", so Nagelsmann über den Ex-Salzburger. Zu wenig Zeit war bislang, um Automatismen einzuarbeiten.

Salzburg ist nicht Leipzig: Hwang braucht Geduld

Bis dahin muss Hwang nun "Vollgas geben." Die Performance des Südkoreaners war sicher nicht mit seiner Zeit bei Salzburg zu vergleichen, wo er beispielsweise gegen den FC Liverpool groß aufspielte. "Da hat er in einer gefestigten, für ihn bekannten Mannschaft gespielt. Bei uns sind die Abläufe anders, wir haben eine andere Grundordnung als in Salzburg. Und dort war er Stamm, bei uns nicht. Selbstvertrauen und Fitness sind nicht bei 100 Prozent."

Konaté als Entlastung für Stammkräfte auf dem Weg zum Rhythmus 

Spiele wie gegen Basaksehir werde RB noch häufiger erleben, wo nicht alles funktioniert, aber am Ende das Ergebnis zählt. Wichtiger war für den Trainer, dass die Neuverpflichtungen auf ihre Minuten kommen. Das war auch bei Ibrahima Konaté so geplant, der in der 65. Minute für Dayot Upamecano ins Spiel kam. "Man hat schon gesehen, dass er noch was tun muss. Wenn du so eine Statur hast, groß und schlaksig, ist es nicht einfach, in die Koordination zu finden", so Nagelsmann. Aber auch nach der gelben Karte war er zufrieden mit dem Spiel des Franzosen. "Für das erste Spiel war es mir nicht so wichtig, ob es eine Top-Leistung ist oder nicht so eine gute." Im Vordergrund stehe auch, Upamecano, Orban und Halstenberg zu entlasten.