RB Leipzig

Bullenkopf-Affäre: Hohes Strafmaß für Dynamo?

18.10.2016, 22:13
RB Leipzig: Fans betrauern toten Bullen.
RB Leipzig: Fans betrauern toten Bullen. imago/Jan Huebner

Noch immer ist in der Affäre um den abgetrennten Kopf eines Schlachthausbullen aus dem DFB-Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und RB Leipzig noch kein Urteil des DFB ergangen. Das berichtete der Geschäftsführer der Dresdner, Michael Born gegenüber den Dresdner Neuen Nachrichten. „Zu den Vorfällen beim Pokalspiel gegen Leipzig liegt ein Antrag des DFB-Kontrollausschusses vor, dem wir nicht zugestimmt haben“, so Born. „Eine einzelrichterliche Entscheidung wurde noch nicht gefällt, dieser wollen wir auch nicht vorgreifen.“

Laut Bild-Zeitung soll der Strafantrag jedoch enorm sein. Dynamo soll angeblich 55.000 Euro zahlen, zum anderen soll die Bewährungsstrafe aus dem Gastspiel in Magdeburg in der vergangenen Saison greifen. Das würde die Sperrung des K-Blocks für ein Heimspiel bedeuten. Und die Gesamtstrafe auf 100.000 Euro summieren.

Mittäter ermittelt

Die freilich kann der Verein mittlerweile an den Verursacher des Schadens weiterreichen, bzw. sich das Geld von dem oder denen zurückholen. Das ist möglich, seit der BGH entschieden hat, dass Vereine Täter für die erlittene Strafe haftbar machen können. Während des Spiels von Dynamo gegen RB war ein toter Stierkopf über den Zaun des K-Blocks geworfen worde. Als Mittäter konnte ein 21 Jahre alter Brandenburger identifiziert werden.