Die RB-Profis in der einzelkritikSieg im "Paradise": mit Werner und blauen Augen

RB gewann gegen Celtic zwar 2:0, hatte aber auch Glück bei den glücklosen Abschlüssen der Schotten. Licht und Schatten also beim Auftritt im mythischen Celtic Park. So haben wir die Auftritte der RB-Profis vor Ort eingeschätzt.

Von Martin Henkel Aktualisiert: 12.10.2022, 12:12
Der Linienrichter hat die Grätsche von RB-Verteidiger Gvardiol gegen Celtics Stürmer Kyogo genau im Blick
Der Linienrichter hat die Grätsche von RB-Verteidiger Gvardiol gegen Celtics Stürmer Kyogo genau im Blick (imago/pa images)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig in Glasgow beim 2:0 (0:0) gegen Celtic im als "Paradise" bezeichneten Celtic Park gesehen:

Janis Blaswich: Hielt RB in der 25. Minute gegen einen Schuss von Matthew O'Riley im Spiel, war auch in der zweiten Hälfte zwei Mal zur Stelle, als es im Leipziger Hinterhof lichterloh brannte. War bis auf zwei Wackler sicher beim Herausspielen mit dem Fuss. Entwickelt sich zum starken Gulacis-Ersatz. Note: 2,5

Mohamed Simakan: Bisweilen mal wieder ungestüm mit den Händen gegen seine Gegenspieler unterwegs. Ansonsten sicher in der Defensive und immer ein Unruheherd bei seinen Vorstößen, auch wenn diese diesmal nichts einbrachten. Hatte eine gute Einschussmöglichkeit, der Ball flog weit übers Tor (69.). Note: 3.

Willi Orban: War eine Bank gegen geladene Celtic-Spieler. Hatte immer die Ruhe weg, stand meist gut postiert, dirigierte mit 88 Ballkontakten vornehmlich das Aufbauspiel von hinten heraus. Hatte eine Szene, in denen er hätte die Führung erzielen können; Hart vereitelte den Treffer (49.). Stand bei Maedas Kopfball in der 1. Minute in Gedanken noch im Spielertunnel. Note: 2,5.

Josko Gvardiol: Starke Partie des Kroaten. War kompromisslos in den Zweikämpfen und sorgte vor allem mit mehreren Bierdeckel-Querpässen über das halbe Spielfeld für überraschende Spielverlagerungen. Note: 2.

David Raum: War bemüht, aber weitgehend glücklos in seinen Aktionen nach vorn, die eigentlich darin bestehen, Flanken an den Mann zu bringen. Es gelang ihm keine. Seine Seite war immer mal wieder offen für gefährliche Hereingaben der Schotten. Note: 3,5.

Amadou Haidara: Wurde zum Man of the Match gewählt. Aus spieltechnischen Gründen nachvollziehbar. Hielt das Zentrum weitgehend dicht, war immer und überall zu finden und anspielbereit. Hatte die erste große RB-Chance nach 15 Minuten, sein Schuss wurde geblockt. Eine der besten Partien des Maliers seit Langem. Note: 1,5.

Xaver Schlager: Unauffäliger Auftritt des Österreichers, aber das muss bei Schlager nichts heißen. Nach vorn mit wenigen Akzenten, dafür umso agiler beim Löcherstopfen und Gegenpressing. Note: 3.

Dominik Szoboszlai: Fand nie so richtig ins Spiel. Hatte kaum Einfluss auf Tormöglichkeiten und kam auch selber nicht zum Abschluss. Einmal, als der Ball vor seinem starken rechten Fuß lag, verließ ihn der Mut; beim Legen auf Links rutschte er im Strafraum aus. Note: 3,5.

Timo Werner: Hatte mit 88 Ballkontakten die meisten Anteil am Vorwärtsspiel seines Teams. Lange Zeit aber oft glücklos in seinen Aktionen. Schoss dann aber das wichtige 1:0 und legte das noch wichtigere 2:0 Emil Forsberg auf. Fans später die richtigen Worte, dass RB auch Glück gehabt habe und manchesmal "mit blauen Augen" davongekommen wäre. Note: 1,5.

Christopher Nkunku: Blieb weitgehend unauffällig im Celtic Park - gemessen an seinen Fähigkeiten. Hatte in der 45. Minute das 1:0 auf dem Fuss, Celtic-Keeper Hart bekam die Fußspitze an den Schuss. In der zweiten Hälfte versuchte er mit einer Halbschwalbe gegen Hart sein Glück. Note: 3.

André Silva: Ist weiter im Aufwind. Rackerte viel fürs Team, versuchte Bälle festzumachen, lief Räume zu und presste Gegner. Die Belohung für den Aufwand war die Grundlinienflanke auf Werners Stirn zum 1:0. Note: 2,5.*

* Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

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