RB Leipzig

Collinas Erben: Gelb-Rot für Herthaner Zeefuik war "korrekt"

Von (RBlive/hen)
26.10.2020, 14:52
Du darfst duschen gehen! Stieler zeigt Zeefuik die Ampelkarte
Du darfst duschen gehen! Stieler zeigt Zeefuik die Ampelkarte Imago/Jan Huebener

Schiedsrichter-Experte Alex Feuerherdt hat die Gelb-Rote Karte für Deyovaisio Zeefuik im Spiel von Hertha BSC gegen RB Leipzig (1:2) als "korrekt" bezeichnet. Der Berliner war beim Stand von 1:1 nach einem wiederholten Foulspiel an Leipzigs Christopher Nkunku von Schiedsrichter Tobias Stieler in der 50. Minute unter die Dusche geschickt worden.

Preetz und Schwolow sind sauer

Feuerherdt ist Publizist, Lektor und Schiedsrichterlehrwart im Fußballkreis Köln. Zusammen mit dem Journalisten Klaas Reese betreibt er seit 2012 den mittlerweile renommierten Podcast "Collinas Erben" und schreibt auch auf n-tv über die Leistungen der Referees an den jeweiligen Spieltagen. Hertha-Akteure wie Manager Michael Preetz und Keeper Alexander Schwolow hatten Stieler im Anschluss an die Niederlage vorgeworfen, parteiisch und kleinlich gepfiffen zu haben. Schwolow meinte sogar, der Unparteiische hätte die Partie "kaputt gemacht". (Hier unser Bericht darüber)

Beide machten Andeutungen, die Doppel-Verwarnung gegen Zeefuik nur fünf Minuten nach dessen Einwechslung sei überzogen gewesen und habe die Hertha spielentscheidend dezimiert. Feuerherdt widerspricht. Er verweist auf das erste Foul des Niederländers an Nkunku, eine unstrittige Gelbe Karte. Und auf das zweite, ein Foul eher von der milden Sorte, aber mit klar taktischem Motiv, so Feuerherdt. "Die Gelb-Rote Karte gegen Zeefuik war korrekt, weil der Berliner auf ein rücksichtsloses Foul ein taktisches folgen ließ."

Orban gegen Lukebakio: Elfer?

Der Podcastler meldete gleichzeitig Bedenken an, ob Stieler bei einem Foul von Willi Orban an Berlins Dodi Lukebakio nicht hätte Elfmeter pfeifen müssen. Der RB-Abwehrspieler hatte den Belgier klar am Trikot gezogen. Stieler pfiff aber nicht. Feuerherdt: "Als Willi Orban im eigenen Strafraum am Trikot des Herthaners Dodi Lukebakio zog und dessen Torschuss dadurch deutlich beeinträchtigte, gab es keinen Strafstoß - wohl nicht zuletzt deshalb, weil der Berliner Angreifer letztlich auf den Beinen blieb und zum Abschluss kam. Ein Elfmeter wäre gleichwohl mehr als vertretbar gewesen."