„Morgen wird das Ibrox brennen”

Wie sich RB Leipzig auf die Atmosphäre im Hexenkessel einstellt

Von sid 04.05.2022, 18:36
Wehe, wenn der Funke im Ibrox einmal überspringt ...
Wehe, wenn der Funke im Ibrox einmal überspringt ... (imago/Shutterstock)

Der Gedanke an die 50.000 fußballverrückten Schotten im Hexenkessel Ibrox schüchterte RB Leipzigs Europapokaljäger nicht ein. Feixend jonglierten Star-Stürmer Christopher Nkunku und Co. nach der Landung in Glasgow mit einem kleinen Ball auf dem Hotelflur. Lockerheit statt Panik: So will der zuletzt strauchelnde Bundesliga-Vizemeister in sein erstes internationales Finale stürmen.

Trainer Domenico Tedesco und sein Team sind auf einen heißen Tanz im Halbfinal-Rückspiel der Europa League bei den Glasgow Rangers ein. „Die Rangers treten im Heimspiel definitiv anders auf als auswärts. Sie spielen daheim offensiver. Die Kulisse wird ein Faktor”, sagte der Coach vor der Partie am Donnerstag (21 Uhr/RTL+) im legendären Ibrox Stadium.

Laimer: „Das Ibrox wird brennen, aber auch wir sind unfassbar heiß”

Auch Mittelfeldspieler Konrad Laimer freute sich auf die Stimmung in der ausverkauften Arena: „Morgen wird das Ibrox brennen. Aber auch wir sind unfassbar heiß. Wir wollen Vollgas geben, und das werden wir auch”, kündigte der Mittelfeldmotor an. Die Leipziger hatten das Hinspiel vor einer Woche mit 1:0 gewonnen und könnten in Schottland zum ersten Mal in ein Europapokalfinale einziehen.

Über den Punkt, dass eine solche Kulisse auch lähmen kann, sei RB laut Laimer hinaus. „Wenn man sich darauf einstellt, kann ich als Spieler gut damit umgehen. Es wird keiner überrascht sein, wenn es morgen ein bisschen lauter sein sollte”, so der Österreicher.

RB Leipzig will Rangers-Räume nutzen

Tedesco betonte, „dass wir morgen Tore brauchen werden. Glasgow wird Druck machen. Vielleicht nicht von Anfang an. Aber irgendwann schon. Deshalb sind Tore immer ein gutes Rezept", so der Coach. So will Tedesco Vorstöße der im Hinspiel noch sehr defensiven Schotten zum Leipziger Vorteil ausnutzen: „Morgen erhoffen wir uns mehr Räume. Wenn wir diese haben, sind wir noch gefährlicher."