RB Leipzig

Dayot Upamecano war Ralf Rangnicks schwierigster Transfers

13.01.2017, 20:22
Dayoutchanculle Upamecano wurde heute von Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig vorgestellt.
Dayoutchanculle Upamecano wurde heute von Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig vorgestellt. imago/Picture Point LE

Dayot Upamecano wurde heute offiziell vorgestellt. Auf der Pressekonferenz zur Verpflichtung des erst 18-jährigen Franzosen berichtete Ralf Rangnick von den zähesten Verhandlungen, die er bisher erlebt habe. Derweil freuen sich Ralph Hasenhüttl und Dayot Upamecano auf die gemeinsame Zusammenarbeit, die schon gegen die Glasgow Rangers mit einem Einsatz starten dürfte.

Ralf Rangnick: „Besser späte Unterschrift, als keine Unterschrift“

Ralf Rangnick hatte schon länger geplant, seine Entdeckung Upamecano zum zweiten Mal zu verpflichten. In jeder Antwort bezüglich Neuzugängen betonte er, nur für langfristige Pläne noch etwas machen zu wollen. Dass es mit seinem Wunschspieler aber erst nach dem Trainingslager in Lagos klappte, war so nicht geplant.

Einsatz gegen Glasgow Rangers am Sonntag

„An solch lange Verhandlung kann ich mich in meiner Zeit bei meinen vielen Vereinen nicht erinnern. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, dass Dayot auch das Trainingslager mitmachen kann. Das wäre hilfreich gewesen für die Integration. Aber er hat heute trainiert und wir gehen davon aus, dass er am Sonntag eine Halbzeit spielen kann“, sagte er auf der eigens einberaumten Pressekonferenz.

Keine Zwangsdelegation – und kein Preisschild für Topclubs

Dass der Spieler sich für Leipzig entschieden hat, sei keine Entscheidung des Red-Bull-Konzerns. „Wir sind nicht in der Sowjetunion, wo Spieler zwangsdelegiert werden.“ Außerdem gebe es bei RB Leipzig keine Ausstiegsklauseln in Form von „Preisschildern“, falls ein Sprung nach ganz oben möglich wird.  Große Vereine wie Real Madrid, FC Barcelona, Bayern München sollen Interesse gehabt haben, aber RB Leipzig konnte ein Umfeld und den Fußball bieten, mit dem Dayot Upamecano sich bereits bestens auskennt.

Sorgt Emil Forsberg mit Sperre für Verstärkung im Mittelfeld?

Für die nahe Zukunft sind sogar weitere Wechsel nicht ausgeschlossen. Durch das Fehlen von Emil Forsberg sei RB Leipzig im Mittelfeld nicht gerade überbesetzt. „Es kann sein, dass sich irgendwo plötzlich etwas auftut und wir uns dann zsuammensetzen.“ Der wahrscheinlichste Abgang sei durch den Transfer von Upamecano der von Kyriakos Papadopoulos. Sollte der beim Hamburger SV Spielpraxis sammeln wollen, werden RB Leipzig ihn ziehen lassen.

Ralph Hasenhüttl sieht Upamecano schon jetzt auf einem hohen Niveau und vor allem eine Fantasie für die weitere Zukunft. Immer wieder betont RB Leipzig, Spieler selbst entwickeln zu wollen. Dennoch habe der Franzose nicht unbedingt einen Stammplatz in Aussicht. „In Salzburg hätte er in der Rückrunde jedes Spiel gespielt, das wird hier nicht so sein. Er wird viel dafür tun müssen, um in die Mannschaft zu kommen“, ergänzte Ralf Rangnick.

Dayot Upamecano muss Vorsprung aufholen

Diese Aufgabe will Dayot Upamecano gerne annehmen. „Es ist ein höheres Niveau als in Salzburg, hier wird schneller gespielt. Nun muss ich schauen, dass ich meine längere Pause ausgleiche.“ Gegenüber den Journalisten verrät er, dass er vor allem an Aggressivität und in der Spielübersicht noch zulegen will. Außerdem will er möglichst schnell Deutsch lernen, wobei ihm neben Naby Keita als Übersetzer auch RB-Dolmetscherin Raquel Rosa zur Seite stehen wird.