Demichelis adelt Jungstar „Einer der besten Flügelspieler Europas”
Antonio Nusa wachsen derzeit Flügel: Der Norweger hat das Erbe von Yan Diomande angetreten und zaubert auf dem Flügel. Nun will Nusa endlich seinen ersten Champions-League-Treffer für RB erzielen.

Leipzig/ukr – Trainer Martin Demichelis hatte für die Reporter eine Quizfrage parat. Vor dem Champions-League-Heimauftakt von RB Leipzig gegen die PSV Eindhoven wollte der RB-Coach wissen, wie viele Tore Antonio Nusa in der Vorsaison erzielt hatte. Insgesamt fünf waren es 2025/26, dazu kamen vier Vorlagen.
In dieser Saison sind es nach sieben Saisonspielen bereits vier Treffer und drei Vorlagen. „Und er hat noch ein paar Monate Zeit, um weitere zu erzielen”, sagte Demichelis. Für den Coach sagt diese Quote schon alles über seinen derzeit formstärksten Akteur. Immer, wenn Nusa am Ball ist, sorgt er aktuell für Gefahr. Sein Zug zum Tor hat sich deutlich verbessert – genau wie zum Saisonstart von ihm im exklusiven RBlive-Interview angekündigt.
System passt zu Nusa
Gegen Frankfurt schloss er ein phänomenales Dribbling durch die Beine seines Gegenspielers selbst zum 5:0 ab. Zuvor hatte er mit seinem Bodycheck und dem Solo bis zur Grundlinie maßgeblich das 2:0 von Christopher Nkunku mitvorbereitet. Der Treffer geht zu 80 Prozent auf sein Konto.
Vor der Rückkehr in der Königsklasse im eigenen Stadion sagte „Micho” nur: „Ich will ihn nicht zu viel loben vor einem Spiel, aber er ist zurzeit meiner Meinung nach einer der besten Flügelspieler in Europa.” Mehr der Einschätzung braucht es auch gar nicht. Falls der Norweger gesund bleibt, dürfte er diese Saison seinen Durchbruch bei RB feiern. Auch, weil ihm die neue Grundordnung im 4-2-3-1-System noch besser liegt als im 4-3-3.
Nusa will das erste Champions-League-Tor
Zur Erinnerung: In den Anfangstagen unter Marco Rose spielte Nusa aus der Not heraus geboren als linker Außenverteidiger in der Fünferkette, was für Kritik aus Norwegen gesorgt hatte. Nun hat sich der 21-Jährige nach zwei Lehrjahren in Leipzig wie einst Christopher Nkunku spielerisch befreit, ist unumstrittener Go-to-guy in der Mannschaft und liefert endlich seinem Potenzial entsprechend ab.
Nun darf er das gern auch in der Champions League zeigen. Denn in der Königsklasse ist der Linksaußen noch Scorerpunkt für RB. Sein einziges Tor auf der ganz großen Bühne hatte er noch für seinen Ex-Klub Brügge erzielt.