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RB stellt das System um Die Befreiung vom Klopp-Dogma

RB Leipzig scheint das richtige Personal und das richtige System gefunden zu haben, um erfolgreich zu sein. Die Ursachen für den Durchbruch.

Von Ullrich Kroemer 11.10.2026, 11:39
Neue Ordnung: Trainer Martin Demichelis.
Neue Ordnung: Trainer Martin Demichelis. (Foto: imago/Picture Point LE)

Leipzig – Christopher Nkunku war der strahlende Held des Abends beim 6:0 von RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt. Doch eine solche Nacht bringt viele Helden hervor, die die Basis dafür gelegt haben, dass Nkunku am Ende als Vollstrecker glänzen konnte.

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Das war vor allem in der ersten Hälfte Neil El Aynoui, der als Sechser die Defensive ebenso verstärkte wie die Offensive ankurbelte. Der aktive Marokkaner brachte alle (!) seine 32 Pässe ans Ziel. Wie er vor dem 1:0 die Szene selbst einleitete, dann hinterlief und vom rechten Flügel aus auf Ezechiel Banzuzi flankte, war wunderbar einstudiert.

Neues Defensiv-Bollwerk

Banzuzi tat es ihm nach, indem er von der linken Sechserposition aus immer wieder mit Wucht nach vorn stieß und über die Halbspur nicht nur das 1:0 selbst erzielte, sondern auch noch das 4:0 vornbereitete. Defensiv zog sich Banzuzi teils tief mit zurück und bildete gemeinsam mit El Aynaoui ein Bollwerk. 

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Und da ist natürlich auch Antonio Nusa zu nennen, der das 2:0 vorbereitete und seine Gegenspieler ebenso stehenließ wie Slalomstangen wie bei seinem Treffer zum 5:0.

Nicht zu vergessen Mittelstürmer Romulo, der sich immer wieder tief fallen ließ, harte Arbeit verrichtete und viel auf die Socken bekam und so Bälle behauptete und weiterleitete. Mit seinem Hackentrick, den Frankfurts Keeper Noah Atubolo nur noch abklatschen lassen konnte, bereitete er das 3:0 für Nkunku vor.

„Mein Wunsch als Trainer ist genau das”

Grundlage dafür ist, dass Trainer Martin Demichelis vom dogmatischen 4-3-3-System zu einer 4-2-3-1-Grundordung wechselte – zumindest defensiv. Unter Ex-Fußballchef Jürgen Klopp war das 4-3-3 Gesetz gewesen – vom Nachwuchs bis zu den Profis. Doch das passt nicht wirklich zum Kader. Nun hat Demichelis das passende Setup gefunden, um Nkunku, Romulo & Co. richtig einzusetzen – zumindest bis Christoph Baumgartner wieder zurück ist, der die Zehner-Position anders interpretieren kann.

„Mein Wunsch als Trainer ist genau das: dass wir immer mit Mut, Druck und vollem Vertrauen nach vorn spielen und ins Gegenpressing kommen. Wir müssen die Leistung von heute drei Tage später bestätigen. Das Wichtigste ist, eine klare Idee zu haben”, sagte Demichelis. Die hat er nun selbst stärker entwickelt als noch zu Saisonbeginn.