Dribbel-Rekord und Gegner „nass gemacht” Gruda zaubert sich in Klopp-Form
Brajan Gruda liefert vor seiner Nominierung für die Nationalmannschaft seine beste Saisonleistung ab und düpierte immer wieder seinen Gegenspieler und DFb-Kollegen Hennes Behrens.

Leipzig – Ob Hennes Behrens in der Nacht auf Sonntag von Brajan Gruda geträumt hat, ist nicht bekannt. Doch verwunderlich wäre es nicht. Denn der Dribbler von RB Leipzig spielte den Jung-Nationalspieler beim 5:2 (3:1) gegen den FC Augsburg einen Knoten in die Beine. Zehn von elf Dribblings schloss Gruda gegen Behrens & Co. erfolgreich ab und spielte sich in der ersten Hälfte förmlich in einen Rausch. „Jeder sagt zu mir, dass ich den heute nass gemacht habe. Aber meine ganzen Kollegen schicken mir immer Videos von erfolgreichen Dribblings aus der Bundesliga”, sagte Gruda achselzuckend. „Ich mache einfach mein Spiel.”
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„Wäre geil, wenn ich mal in der Bundesliga treffe”
Wie auf dem Bolzplatz fand er immer einen Weg, Ball und Körper an seinen Gegenspielern vorbeizubringen. Zehn erfolgreiche Dribblings in 45 Minuten sind Bundesligarekord in dieser Saison und Teamrekord bei RB innerhalb einer Partie in dieser Spielzeit. So bereitete Gruda die beiden ersten beiden RB-Tore vor, zunächst bediente er Ezechiel Banzuzi; danach durch einen kongenialen Lupfer aus dem Fußgelenk auf Christopher Nkunku.
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Es war Grudas stärkstes Spiel in dieser Saison. Dabei agiert der 22-Jährige ganz selbstlos. „Ich bin froh, wenn meine Mitspieler Tore machen. Ich freue mich mehr, wenn jemand anderes trifft. Natürlich wäre es auch geil, wenn ich mal in der Bundesliga treffe. Aber solange wir gewinnen, ist alles gut”, sagte er. Seit er seine Blessuren zum Saisonstart überwunden hat, kommt Gruda immer besser in Fahrt und ersetzte am Samstag Antonio Nusa als Vorbereiter, der nicht von Beginn an spielen konnte. „Ich habe die Möglichkeit, zu performen, spiele jedes Spiel, wenn ich fit bin”, freute sich der rechte Flügespieler.
„Ein Traum für jeden Jungen”
Der Leistungsschub hat auch mit der Nominierung für die Nationalmannschaft zu tun. „Das kann und muss einen pushen”, so der künftige Nationalspieler. Am Dienstag hatte Jürgen Klopp ihn informiert. Den ersten Anruf hatte Gruda verpasst, dann zurückgerufen und ein lustiges Telefonat mit Klopp geführt, wie er berichtete.
„Die Nominierung bedeutet nicht nur mir, sondern auch meiner Familie sehr viel. Es ist schon immer mein Ziel gewesen, Nationalspieler zu sein und gute Leistungen für Deutschland zu bringen”, sagte er glücklich. „Das ist ein Traum für jeden Jungen. Ich habe richtig Bock zu schauen, wie die Qualität ist, auf höchstem Niveau mit den Jungs zu trainieren und zu spielen.”
RB-Trainer Martin Demichelis gab ihm mit auf den Weg: „Jeder hat gesehen, was Brajan für eine Leistung gebracht hat. Aber er ist noch jung, muss cool bleiben, hart arbeiten.” Grudas Ziel muss es schließlich sein, Leistungen wie gegen Augsburg konstant abzuliefern und seine Gegenspieler „nass zu machen”.