RB Leipzig"Eine Leipziger Krise hat sich nicht nach Freiburg durchgesprochen" Wie SC-Profi Vincenzo Grifo das Spiel gegen RB bewertet

Von (RBlive/hen) 14.10.2021, 11:11
Fürchtet sich nicht vor RB: Vincenzo Grifo (Mitte), umringt von Tyler Adams (l.) und Konrad Laimer
Fürchtet sich nicht vor RB: Vincenzo Grifo (Mitte), umringt von Tyler Adams (l.) und Konrad Laimer Foto: Christian Schroedter/POOL

Vincenzo Grifo vom SC Freiburg schwärmt in den höchsten Tönen von seinem Trainer Christian Streich. Nach Ansicht des italienischen Fußball-Nationalspielers könnte der 56-Jährige auch einen Spitzenverein trainieren. "Dass er vom Fachlichen her jeden Club trainieren kann, ist für mich klar. Er versteht den Fußball, ist sehr intelligent und menschlich überragend", sagte der 28-Jährige vor der Partie gegen RB Leipzig diesen Samstag (15.30 Uhr) im Interview dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

"Wir dürfen ihn duzen, macht aber keiner"

Grifo nannte Streich als einen Grund, warum es ihm in Freiburg so gut gefällt. "Er schenkt uns Vertrauen. Und dieses Vertrauen spürt man auch, wenn man mal auf der Bank sitzt. Er weiß, wie er jeden zu nehmen hat. Und wenn er mich mal anschreit, ist das völlig okay", sagte er. Er lerne in Freiburg jeden Tag dazu. Und obwohl die Bundesliga-Profis des SC ihren Coach duzen könnten, tun sie das nicht. "Wir dürfen ihn duzen, das macht aber keiner", sagte Grifo.

Der 28-Jährige, in Pforzheim geborene, Italiener bezog sich auch auf die Partie gegen RB Leipzig am Wochenende. Auf die Frage, ob der noch ungeschlagene SC mit einem Sieg die Tabellenführung anpeile, antwortete er: "Eher weniger. Unser Trainer erinnert uns jeden Tag daran, was wichtig ist. Wichtig ist jetzt das Spiel gegen RB Leipzig. Unser großes Ziel ist es, gegen die Top-Mannschaft zu gewinnen."

Grifo sieht "große Erwartungshaltung" in Leipzig

Die Ergebniskrise beim Vizemeister, der unter seinem neuen Trainer Jesse Marsch in zehn Spielen bereits fünf Mal verlor bei drei Ligasiegen, einem im DFB-Pokal und einem Remis, hängt Grifo nicht allzuhoch. "Wir machen uns nicht kleiner als wir sind, sind aber ganz sicher nicht favorisiert", sagte er und meinte in Bezug auf die schwankenden Leistungen beim Gegner: "Die Erwartungshaltung ist nach den großen Erfolgen der letzten Jahre in Leipzig gewachsen. Neuer Trainer, neue Spieler, das muss sich finden. Aber eine richtige Leipziger Krise hat sich nicht bis zu uns nach Freiburg durchgesprochen."