Die RB-Spieler gegen Augsburg in der Einzelkritik

Das dicke Brett durchlöchert

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 09.05.2022, 11:16
Antreiber unter sich: Konrad Laimer gegen Augsburgs Niklas Dorsch.
Antreiber unter sich: Konrad Laimer gegen Augsburgs Niklas Dorsch. (imago/Picture Point LE)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 4:0 gegen den FC Augsburg gesehen:

Peter Gulacsi: Die zehnte weiße Weste für Gulacsi in dieser Saison. Verlebte einen bis auf die Startphase ruhigen Abend gegen Augsburg, bekam nur einen Schuss aufs Tor, gleich nach einer halben Minute. Doch Pedersens Schuss parierte der Ungar sicher. Den Rest war er als mitspielender letzter Mann gefragt. Note: 3.

Lukas Klostermann: Leistete sich zu Beginn des Spiels einige Patzer, als er gleich zweimal im Spielaufbau ausrutschte. Wurde dann standfester, gute Pass- und Zweikampfquote. Note: 3.

Willi Orban: Nach zwei unglücklichen Spielen mit ungewohnten Fehlern wieder Leipzigs Ruhepol, auch in der hektischen Startphase. 98 Prozent Passquote und starke Zweikampfleistung. Lagerte den Spielaufbau meist an Laimer und Kampl aus, die sich fallen ließen. Note: 2,5.

Marcel Halstenberg: Startete mit einer direkten Schussvorlage für Pedersen denkbar unglücklich in die Partie. Verpasste es, Nkunku häufiger zu bedienen, der sich darüber beschwerte, und knallte dann einen Ball über sich selbst frustriert nach vorn. Stabilisierte sich dann, war wachsam, gewann fast alle Duelle und hätte in der 75. Minute selbst treffen müssen, zielte aber knapp neben das Tor. Note: 2,5.

Nordi Mukiele: Bereitete zweimal für Nkunku vor und holte den Elfmeter zum 4:0 heraus – das beste Spiel des Franzosen in dieser Saison. So heiß und zielstrebig hätte man ihn öfter sehen wollen. Hatte gegen Augsburg natürlich defensiv auch wenig zu tun und konnte seinen Offensivdrang ganz ausleben. Note: 1,5.

Konrad Laimer: Ging schon in der ersten Hälfte auf dem Zahnfleisch und punpte nach seinen kräftezehrenden Verteidigungs- und Pressingläufen. Leistete sich ein paar Fehlpässe, kämpfte sich die Müdigkeit aber aus den Beinen und war an der Entstehung des 1:0 und 3:0 beteiligt. Unverzichtbar gerade. Note: 2,5. 

Kevin Kampl: Hatte zu Beginn Probleme, das Spiel zu lenken. Dribbelte sich fest, verlor Bälle und spielte auch mal einen Fehlpass. Trug dann aber wesentlich dazu bei, dass RB sich in das Spiel reindrehte wie ein Bohrer ins harte Holz. Letztlich wurde das dicke Augsburger Brett durchlöchert, weil auch bei Kampl Energie und Plan zurückkamen. Note: 3.

Benjamin Henrichs: Solide, aber wenig präsente Partie auf der linken Seite, damit Angeliño mal eine Pause bekommt. Das Spiel lief zwar eher über Rechts mit Mukiele, auch Henrichs hätte häufiger und mutiger nach vorn auf Nkunku spielen können. Hatte dann in der Schlussphase selbst noch einen Abschluss. Note: 3,5.

Emil Forsberg: War nach der Nichtberücksichtigung in Glasgow spielfreudig und willig, traf selbst per Elfmeter zum Endstand. Leitete das 2:0 per Doppelpass mit Mukiele ein. Gute Reaktion des Schweden. Note: 2,5.

Christopher Nkunku: Er steht einfach immer genau an der richtigen Stelle. Nkunku ließ sich von den ständigen Tritten auf seine Fersen nicht aus dem Takt bringen und schnürte seinen vierten Bundesliga-Doppelpack – jeweils nach Vorarbeit von Mukiele. Zog viele Läufe an und hätte noch häufiger bedient werden können. Note: 1,5.

André Silva: Dass er in der Startphase aus wenigen Metern nicht traf, sondern eine Traumvorlage von Nkunku kläglich verstolperte, steckte er weg. Machte in der 40. Minute alles wieder gut, als er sich den Augsburger Querschläger in einer flüssigen Bewegung selbst auflegte und traf. Der Beginn der Gala. Mit insgesamt vier Torschüssen eines der aktiveren Spiele des Portugiesen. Note: 2,5*.

*Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

></div><div class=></div></div><div class=