Die RB-Profis in der einzelkritikGalaabend der Offensivspieler

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 25.01.2023, 10:36
Artistisch: Umschaltminister Dominik Szoboszlai.
Artistisch: Umschaltminister Dominik Szoboszlai. (imago/Team 2)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim furiosen 6:1 auf Schalke gesehen:

Janis Blaswich: In der ersten Hälfte komplett beschäftigungslos. In der zweiten Halbzeit dann etwas mehr gefordert. Doch der einzige Schuss, den er aufs Tor bekam, war drin. War aber bei Kozukis Schuss machtlos, weil der sich die Ecke aussuchen konnte. Note: 3.

Benjamin Henrichs: Hervorragender Abend für Henrichs und wohl sein bestes Spiel für RB. War nach der Nichtberücksichtigung gegen die Bayern heiß und konnte sich oft sehr frei mit nach vorn einschalten. Erzielte das 2:0 nach feiner Vorarbeit von Olmo selbst, leitete das 4:0 mit perfekter Brustannahme auf Olmo mit ein. Hätte sogar noch einmal treffen können, als er nach einer Ecke zum Schuss kam. Einziger Minuspunkt: Verlor vor dem 1:4 sein Kopfballduell, woraufhin Frey Kozuki bedienen konnte. Note: 2.

Willi Orban: Der Kapitän lieferte wieder gewohnt stabil ab und hatte Gelegenheit, sich immer mal wieder nach vorn mit einzuschalten. Hatte einen gefährlichen Torschuss nach einer Ecke. Hinten nur beim 1:4 indisponiert, als er zu weit weg von Frey stand. Note: 3.

Josko Gvardiol: War nur beim Gegentor so richtig gefordert, als er Kozuki entwischen ließ. Sonst aufmerksam und zweikampfstark, aber braucht noch, bis er nach der WM wieder in Topverfassung ist. Note: 3.

Marcel Halstenberg: Der Held des Bayern-Spiels glänzte zwar gegen Schalke nicht selbst, schob aber insbesondere in der ersten Hälfte schön die Angriffe über die linke Seite mit an, als er mehrfach Szoboszlai in Szene setzte. Ein paar Ballverluste zu viel. Am Gegentor beteiligt, als er sich mit Gvardiol nicht einig wurde, wer Kozuki übernimmt. Note: 3.

Xaver Schlager: Solides Spiel des Arbeiters, der für die Künstler die Bälle eroberte. Konnte sich aber individuell nicht auszeichnen. Note: 3.

Konrad Laimer: Lässt sich von den Wechselgeschichten nicht ablenken und präsentiert sich zum Start seines wohl letzten halben Jahres bei RB in starker Form. Leitete das 1:0 mit einem langen Ball auf Werner ein, schaltete nach einer missglückten Flanke der Schalker schnörkellos in den Angriffsmodus um. Das macht so direkt kaum einer besser in der Liga. Hatte selbst noch zwei starke Schusschancen, etwa bei der Doppelchance von Silva und ihm, als Schwolow gut parierte. Note: 2,5.

Dominik Szoboszlai: War diesmal anders als gegen Bayern von Beginn an wach und leitete als Umschaltbeauftragter von der ungewohnten linken Seite die Treffern zwei bis vier ein. War wichtiger Teil des Matchplans, erfüllte seine Aufgabe auch nach hinten, ohne selbst zu glänzen. Musste einen heftigen Tritt aufs Sprunggelenk von Brunner wegstecken. Note: 2,5.

Dani Olmo: Hatte anfangs noch ein paar Stockfehler, fand dann aber perfekt in die Partie und lieferte eine makellose Leistung ab. Kopf des Leipziger Offensivspiels. Bereitete drei Tore vor, erzielte eines selbst (und noch einen Abseitstreffer). Mit seinem Schlenzer über Schwolow hinweg lieferte er ein Kunstwerk ab, das mit Sicherheit das Prädikat Tor des Monats verdient. Mehr zu Olmos Leistung hierNote: 1.

Timo Werner: Erster Startelfeinsatz nach seiner Verletzung, erstes Tor. Man merkte dem Stürmer in einigen Szenen zwar noch an, dass er noch Matchpraxis braucht, aber erzielte das 4:0 selbst in Mittelstürmermanier und bereitete das 1:0 vor. Guter Auftritt in „Phase 2”, wie Rose sagte, auf dem Weg zurück zu Top-Rhythmus und -Gefahr. Note: 2.

André Silva: Zweiter Bundesliga-Doppelpack für den Portugiesen, der Schalkes Passivität zum 1:0 ausnutzte und dann beim 3:0 goldrichtig stand, nachdem Olmo geschossen hatte. Vergab sogar noch zwei weitere Topchancen zu weiteren Toren. Note: 1,5.

* Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

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