RB Leipzig

Ende eines Mißverständnisses! Ex-RB-Profi Hannes Wolf wechselt fest zu seinem Förderer Marco Rose nach Mönchengladbach

Von Martin Henkel 02.02.2021, 20:55
Servus, Leipzig! Hannes Wolf wechselt fest nach Mönchengladbach
Servus, Leipzig! Hannes Wolf wechselt fest nach Mönchengladbach imago/opokupix

Servus, RB! Hannes Wolf wechselt fest zu Borussia Mönchengladbach. Das bestätigte der aus seiner Auszeit zurückgekehrte Sportdirektor Max Eberl. Wolf war zuvor von RB Leipzig ausgeliehen.

Frohsinn am Cottaweg

Gladbach hatte vergangenen Sommer einer Kaufoption zugestimmt, die jetzt aktiviert wurde. "Bei Hannes ist es so, dass er inzwischen so viele Spiele für uns absolviert hat, dass die Klausel gegriffen hat und er jetzt ein 'richtiger' Borusse ist", sagte Eberl auf der Pressekonferenz im Vorfeld des DFB-Pokalspiels von Gladbach gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch.

Über die Wechselmodalitäten ist bislang nichts bekannt. Dem Vernehmen nach überweist Gladbach für den Transfer 9,5 Millionen Euro an RB Leipzig, wo man froh sein wird, dass der Transfer so reibungslos über die Bühne gegangen ist und zehn Millionen Euro nicht zum Fenster hinausgeworfen wurden.

Wolf und RB - das war von Beginn an ein einziges Mißverständnis. Der junge Österreicher hatte schon zu seiner Zeit in Salzburg wissen lassen, dass er vom Bruderklub nicht allzuviel hält. Umso überraschender kam sein Wechsel Sommer 2019, zu dem er aber einen mehrfach geschienten Knöchelbruch mitbrachte, den er bei der U21-EM erlitten hatte.

Win-win für alle

Viele Monate musste der schmächtige Mittelfeldspieler allein an seinem Comeback arbeiten. Als er wieder einigermaßen fit war, ließ Trainer Julian Nagelsmann ihn zunächst auf der Bank und gab ihm nur begrenzte Spielzeit. Anstatt sich reinzuhängen, geduldig zu sein und auf sein Toplevel zu kommen, stänkerte der Österreicher ein bißchen mit Protzvideos im Netz rum, ließ sich im Training immer mal wieder zum Ärger seines Coaches dezent hängen und forcierte schon vergangenen Winter eine Leihe. Am liebsten zu seinem früheren Salzburg-Trainer Marco Rose nach Mönchengladbach, der seinen Schützling im Sommer endlich zu den Borussen holte.

Zwar ist Wolf auch dort nicht gesetzt, aber immerhin in der Nähe seines väterlichen Förderers. Wie sagt man so schön: win-win für alle. (RBlive/hen)