Auszeichnung zum besten Nachwuchsspieler Ex-RB-Star für Ballon d'Or nominiert: Kann Diomande Weltmeister Yamal schlagen?
RB Leipzigs früherer Saisonstar Yan Diomande ist im Rennen um den besten Nachwuchsspieler Europas. Hat er Chancen?

Leipzig/hen – Ex-RB-Profi Yan Diomande gehört nach seiner herausragenden Saison bei RB Leipzig zu den zehn Kandidaten für den Nachwuchspreis bei der diesjährigen Ballon-d’Or-Wahl. Der inzwischen zu Real Madrid gewechselte Ivorer wurde von France Football für die Auszeichnung als bester junger Spieler der vergangenen Saison nominiert.
Teuerster Afrikaner der Geschichte
Für Diomande ist allein die Nominierung eine weitere Bestätigung seines rasanten Aufstiegs. Vor einem Jahr war der damals 18-Jährige noch ein weitgehend unbekannter Neuzugang bei RB Leipzig. Eine Saison später wechselte er für 125 Millionen Euro zu Real Madrid und wurde damit zum teuersten afrikanischen Fußballer der Geschichte.
Diomande hatte in der vergangenen Saison 36 Einsätze mit 13 Toren und zehn Vorlagen für RB. Hinzu kam die Weltmeisterschaft mit der Elfenbeinküste.
Yamal ist Favorit
Große Chancen auf den Preis werden Diomande dennoch nicht eingeräumt. Als Favorit gilt Lamine Yamal. Der 19-Jährige vom FC Barcelona gewann die Auszeichnung bereits 2024 und 2025 und könnte nun zum dritten Mal in Folge triumphieren. Yamal wurde mit Spanien Weltmeister und kommt für die vergangene Saison auf 25 Tore und 20 Vorlagen in 57 Spielen.
Zu Diomandes Konkurrenten gehören außerdem Bayerns Lennart Karl, Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen, Johan Manzambi von Aston Villa sowie Pau Cubarsí vom FC Barcelona, Warren Zaïre-Emery von Paris Saint-Germain und Eli Junior Kroupi vom AFC Bournemouth.
Gegen Inter auf der Bank
Der Gewinner wird von früheren Ballon-d’Or-Siegern gewählt. Bekannt gegeben wird die Entscheidung am 26. Oktober bei der Ballon-d’Or-Gala in London. Diomandes Nominierung beruht vor allem auf seiner Leipziger Saison. Bei Real Madrid ist der 19-Jährige bislang noch nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler hinausgekommen. Auch beim 2:1 zum Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand am Dienstag stand der frühere RB-Profi zunächst nur auf der Bank, er kam auf einen Elf-Minuten-Einsatz.