RB Leipzig

Frankfurter „Realpolitik“ – Ermittelt jetzt der DFB-Kontrollausschuss?

20.02.2018, 18:29
Eintracht Frankfurts Axel Hellmann kann Fans, die beim Spiel gegen RB Leipzig gegen den Montagstermin protestieren, verstehen.
Eintracht Frankfurts Axel Hellmann kann Fans, die beim Spiel gegen RB Leipzig gegen den Montagstermin protestieren, verstehen. Imago

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann hatte sich nach dem Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig erfreut darüber gezeigt, dass die Proteste in Abstimmung mit Fanszene, Polizei, Schiedsrichter und RB Leipzig friedlich blieben. Laut Hessenschau könnte die Duldung von Tennisbällen und Innenraum-Belagerung aber ein Nachspiel haben.

Eintracht duldet Werfen von Gegenständen

Der DFB soll dem Bericht nach erwägen, Ermittlungen aufzunehmen. Dabei wird nicht ganz klar, inwiefern auch das Mitwirken des Vereins eine Rolle spielt. Denn obwohl auch Eintracht Frankfurt den Montagsspielen zugestimmt hatte, ging man im Vorfeld der Partie ungewöhnlich deutlich auf die Wut der Fans ein. „Das ist ein Zeichen des Vertrauens“, hatte Hellmann die Zurückhaltung des Vereins kommentiert.

„Ich kenne viele, die uns jetzt Populismus vorwerfen. Aber wenn man einem Traditionsverein vorsteht und weiß, welche Wucht der entfalten kann, dann muss man alles dafür tun, damit diese Wucht nicht außer Kontrolle gerät. Das ist kein Populismus, sondern Realpolitik“, so Hellmann. Die Spielverzögerung durch das Werfen von Gegenständen wird Frankfurt wohl eine saftige, aber einkalkulierte Strafe einbringen.