RB Leipzig

Hasenhüttl übt deutliche Kritik nach Besiktas-Pleite

08.12.2017, 16:10
Jean-Kevin Augustin ärgert sich. Ebenso wie Ralph Hasenhüttl über dessen Leistung bei RB Leipzig.
Jean-Kevin Augustin ärgert sich. Ebenso wie Ralph Hasenhüttl über dessen Leistung bei RB Leipzig. imago

Jean-Kevin Augustin durfte gegen Besiktas Istanbul in der Champions League wieder Mal von Beginn an spielen. Dabei hatte der junge Franzose seinen letzten öffentlichen Rüffel von Ralph Hasenhüttl erst vor kurzem bekommen. Er stand aber nicht als Einziger in der Kritik.

Ralph Hasenhüttl: „Jika nicht so torgefährlich wie erhofft“

Die Performance des Neuzugangs von Paris St. Germain sah sein Trainer ähnlich wie der Kicker: Ausreichend. Keine großartige Empfehlung für eine Stammplatzgarantie, aber leichte Restchancen auf eine weitere Bewährungschance, sollte Yussuf Poulsen am Samstag noch nicht bei 100 Prozent sein. Denn von „Jika“, wie Augustin bei RB genannt wird, fordert Hasenhüttl deutlich mehr als das bisher gezeigte. „Jika war nicht so torgefährlich, wie ich es mir erhofft habe. Er hat seine Qualitäten, aber war in der Box nicht so oft dort, wo es etwas zu Erben gegeben hätte“, fasste Hasenhüttl das Spiel gegen Besiktas Istanbul zusammen.

Timo Werner und Jean-Kevin Augustin stehen sich im Weg

Das gleiche gilt für Sturmpartner Timo Werner, dem auch kein Tor gelang. Besiktas-Keeper Tolga Zengin brachte am Mittwochabend reihenweise Leipziger zur Verzweiflung. Aber im Gespann mit Stammstürmer Werner zog Augustin den Kürzeren. Auch, weil sie sich nicht gut ergänzten. „Sie haben ziemlich ähnliche Laufwege, da waren sie sich selber im Weg“, sah RB-Trainer Hasenhüttl keine Glanzleistung. Vom 20-Jährigen fordert er, „gieriger zu sein, sich zu belohnen und dahin zu gehen, wo es weh tut.“ Manchmal sei er zu leichtsinnig, aber auch ein junger Spieler, der noch lernen muss. Nur mit etwas Glück kann er das gegen den FSV Mainz 05 nochmal unter Beweis stellen.

Halstenberg und Klostermann bekommen was zu hören

Dort könnte auch auf der Außenverteidiger-Position nochmal ein Wechsel stattfinden. Denn Hasenhüttl machte auch Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg klar, dass offensiv noch Luft nach oben ist. Zwar sei Klostermann häufig in die Position gebracht worden, zu flanken. Aber „die Hereingaben waren nicht so gefährlich, wie wir es und gewünscht hätten.“ Was auf der linken Seite auch für den Jungnationalspieler Halstenberg galt. „Er hat die Fähigkeit, mit Speed hinter die letzte Reihe zu kommen, aber auch das passiert noch nicht in der Häufigkeit“, machte Hasenhüttl seiner bisherigen ersten Wahl etwas Feuer.