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„Im Vergleich dazu war Borussia Dortmund Kindergarten”: Klopp diagnostiziert bei Liverpool vor Duell gegen RB Leipzig „größere Probleme”

09.03.2021, 17:49
„Das hier ist etwas ganz anderes, wir haben größere Probleme”: Jürgen Klopp 2015 bei Borussia Dortmund als Tabellenletzter.
„Das hier ist etwas ganz anderes, wir haben größere Probleme”: Jürgen Klopp 2015 bei Borussia Dortmund als Tabellenletzter. imago/DeFodi

Bei Borussia Dortmund erinnern sie sich noch mit Grausen an die Horror-Saison 2014/15. Zu Beginn der Rückrunde war der ausgelaugte Meister von 2011 und 2012 damals plötzlich Tabellenletzter. Trainer Jürgen Klopp kündigte zum Saisonende, riss das Ruder herum und qualifizierte die Schwarz-Gelben als Tabellensiebter noch für die Europa League. 

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Mit dem FC Liverpool befindet sich Klopp nun in diesen Wochen in einem ähnlichen Sinkflug. Und Klopp schätzt die Situation in der Liga vor dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen RB Leipzig (Mi., 21 Uhr) noch drastischer ein als damals beim BVB. „Im Grunde genommen ist es nicht vergleichbar. Selbst wenn wir mit Dortmund damals irgendwann 17. und sogar 18. waren – was sehr unangenehm war –, war die Situation in Dortmund im Vergleich fast schon Kindergarten”, sagte Klopp. „Das hier ist etwas ganz anderes, wir haben größere Probleme.” Der 53-Jährige und sein Team beschäftige sich gar nicht mehr mit der Krise. „Wir sind in der Situation drin und versuchen, das Woche für Woche zu regeln. Das hat ehrlicherweise nur nicht häufig genug geklappt.”

Klopp: „Haben Leipzig nicht zur Entfaltung kommen lassen, das müssen wir wieder versuchen”

Sechs Heimspiele in Serie hat der englische Meister verloren – negativer Klubrekord – und befindet sich derzeit – nur unterbrochen vom Sieg gegen Leipzig – im freien Fall in der Liga. „In der Premier League hatten wir die ganze Saison noch nicht einmal das Momentum, in der Champions League hatten wir das”, sagte Klopp. „Wir haben gegen Leipzig ein sehr gutes Spiel gemacht. Das haben gewisse Leute ein bisschen anders gesehen, aber wir haben Leipzig nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das müssen wir wieder versuchen.” Ein Seitenhieb auf Julian Nagelsmann, der Klopps Einschätzung nach dem 2:0 im Hinspiel angefressen nicht teilte.

Klopp und seinem Team sei sehr bewusst: „Es ist nur Halbzeit, dafür sind wir schon zu lange in dem Wettbewerb dabei.” Sein Team werde das Ergebnis erzielen, das es fürs Weiterkommen brauche. Zur Not würde dem LFC auch ein 0:1 reichen, so wie in den vergangenen beiden Ligaspielen gegen Chelsea und Fulham. „Ich habe keinen Zweifel an uns, dass wir Leipzig einen harten Fight liefern werden. Das brauchen wir im Moment”, sagte Klopp. „Es gibt keine Garantie – nicht für sie, nicht für uns – aber es gibt 95 Minuten, die man nutzen kann, um näher an die Dinge heranzukommen, die man erreichen will.” (RBlive/ukr)