RB Leipzig

„Immer wieder Wehwehchen”: Warum RB Leipzig Patrik Schick ziehen ließ

Von (RBlive/ukr/mit sid)
05.09.2020, 16:55
„Das ist am Ende ein viel zu großes Paket gewesen”: Julian Nagelsmann über das Ende der Zusammenarbeit mit Patrik Schick.
„Das ist am Ende ein viel zu großes Paket gewesen”: Julian Nagelsmann über das Ende der Zusammenarbeit mit Patrik Schick. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Eigentlich wollte Patrik Schick in diesen Tagen mit der tschechischen Nationalmannschaft gegen die Slowakei (3:1) und Schottland (Montag) spielen. Doch der Stürmer, dessen Leihe zu RB Leipzig am vergangenen Montag endete, musste sich „freiwillig” in Quarantäne begeben. Ein Betreuer des Nationalteams, mit dem er und Teamkollege Tomas Soucek engeren Kontakt hatten, war positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Nagelsmann über Schick: „Er war mein absoluter Wunschspieler”

Die bevorstehende Verpflichtung des langen Stürmers durch Bayer Leverkusen dürfte das allerdings höchstens verzögern. RB-Trainer Julian Nagelsmann hat indes am Freitag erklärt, weshalb er seinen „absoluten Wunschspieler” Schick nicht behalten konnte. „Mit Schick verlieren wir einen sehr guten Kopfballspieler, er wird uns fehlen, er hat große Qualität”, sagte Nagelsmann zwar. Doch seine Verletzungsanfälligkeit gab den Ausschlag, nicht alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Tschechen am Cottaweg zu halten. „Er hatte immer wieder Wehwehchen, das muss man berücksichtigen, wenn man die Ablösesumme sieht, die zu bezahlen war”, erklärte Nagelsman.

Schicks Klub AS Rom hatte über 25 Millionen Euro für Schick gefordert. „Wir konnten diesen Weg nicht mitgehen”, sagte Nagelsmann: „Wir hätten sonst nur einen Spieler holen können, das wäre er gewesen. Sonst ginge nichts mehr.”

Der Cheftrainer war zwar zufrieden mit vielen guten Einsätzen des Neuners für RB. Doch Schick hätte sich von 13 auf 25 Scorerpunkte steigern müssen. Angesichts der stetig auftretenden körperlichen Probleme nicht sehr realistisch. „Das ist am Ende ein viel zu großes Paket gewesen”, sagte Nagelsmann. Das trauen die RB-Verantwortlichen eher einem Mann wie dem umworbenen Alexander Sörloth zu.