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Wunsch-Bundestrainer Keine Ablöse für Jürgen Klopp? So macht der DFB Druck auf Red Bull

Jürgen Klopp will und soll neuer Bundestrainer werden, aber dafür muss sich der DFB mit Red Bull einigen. Der Verband macht schon einmal Druck, braucht aber wohl Geduld.

07.07.2026, 09:27
Jürgen Klopp soll neuer Bundestrainer werden, steht aber noch bei Red Bull unter Vertrag.
Jürgen Klopp soll neuer Bundestrainer werden, steht aber noch bei Red Bull unter Vertrag. (Foto: imago/Moritz Müller)

Leipzig/dpa - DFB-Vize Hans-Joachim Watzke hat den Druck auf Verhandlungspartner Red Bull in der Personalie des Traum-Bundestrainers Jürgen Klopp vor den anstehenden Gesprächen noch einmal erhöht.

"Ich weiß, dass Jürgen Deutschland liebt", sagte Watzke im ZDF und betonte mit Blick auf dessen Noch-Arbeitgeber: "Welches Unternehmen möchte denn auf seiner Image-Fahne stehen haben: 'Ich habe das Engagement von Jürgen Klopp verhindert?'"

Bald Bundestrainer? Was ein Klopp-Abschied für RB bedeuten würde

Klopp soll den nach dem WM-Aus zurückgetretenen Julian Nagelsmann beerben, hat als "Head of Global Soccer" aber einen Vertrag bis 2029 beim Brausekonzern.

DFB will keine Ablöse für Jürgen Klopp zahlen

Watzke betonte, der Deutsche Fußball-Bund sollte "versuchen zu verhindern", erstmals eine Ablöse für einen Coach zu bezahlen. Er sei zwar grundsätzlich Pessimist, bei dieser Personalie aber zuversichtlich: "Das kriegen wir auch hin."

Lesen Sie hier: Was für und was gegen Klopp als Bundestrainer spricht

Watzke verwies auf seine jahrzehntelange Erfahrung im Business. "Ich mach' das ja nicht erst seit ein oder zwei Jahren." Ziel der Verhandlungen zwischen dem DFB mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze, Klopp und RB sei ein guter Kompromiss, bei dem "keiner jubelt und keiner am Boden zerstört ist".

Das für Klopp fällige Millionen-Gehalt sieht er nicht als zu hohe Hürde. Das Beispiel Nagelsmann habe gezeigt: "Wir bezahlen auch nicht mit Erdnüssen, wir sind schon konkurrenzfähig."

Bundestrainer Klopp aus dem "höchsten Regal"

Allerdings greife der Verband mit Klopp "ins höchste Regal", der ehemalige Meistermacher von Dortmund und Liverpool sei auf einer Ebene mit Starcoach Pep Guardiola anzusiedeln. Zu klären sei, "welches Mitspracherecht er haben möchte" in Sachen Strukturen.

Auch einen konkreten Zeitkorridor für die Personalie nannte Watzke. Zum Nations-League-Start am 24. September in den Niederlanden "sollten wir einen (Bundestrainer) haben, das würde helfen", sagte er scherzhaft und ergänzte: "Ich denke mal, vier Wochen längstens, das sollten wir hinkriegen."

Wunderdinge solle man von Klopp aber nicht erwarten. Zwar besitze der "eine Riesensuggestivkraft" auf Spieler, aber: "Er hat eine ganze Menge zu tun, da muss man auch ein bisschen Geduld haben."