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Karriereende zu „90 Prozent” „Papa und Pizza”: Das neue Leben des Diego Demme

Mit Profifußball hat Diego Demme so gut wie abgeschlossen. Nun beginnt die Aufstiegslegende von RB Leipzig ein neues Leben. Im Mittelpunkt stehen Pizza und Familie.

Von Ullrich Kroemer 18.08.2026, 10:34
Überholspur statt Ersatzbank: Diego Demme hat seine Karriere beendet und startet neu durch.
Überholspur statt Ersatzbank: Diego Demme hat seine Karriere beendet und startet neu durch. (Foto: imago/Noah Wedel)

Leipzig – Als Fußballer hat Diego Demme stets sein letztes Hemd gegeben und sich in jeden Zweikampf reingeworfen. Doch das ging zuletzt nicht mehr so, wie er wollte. Zwei Gehirnerschütterungen hatten bei dem Ex-Leipziger langwierige Folgen.  

Demme über den Schwindel: „Ich konnte kein Auto fahren”

„Die Kopfverletzung nach den zwei Gehirnerschütterungen war nie wirklich greifbar. Wenn etwas zu schnell war, konnte der Schwindel einsetzen”, berichtete er nun der BZ. „Ich konnte, wenn es akut war, kein Auto fahren. Es war nicht nur der Fußball, sondern auch das Privatleben davon betroffen. Ich war überall – beim Kopf-MRT, Halswirbelsäulen-MRT, beim Neurologen. Ich habe auch mit Psychologen gearbeitet, weil es mir mental schlecht ging.”

Lesen Sie hier: Diego Demme spricht über seine Leidensgeschichte bei Hertha

Dass sein Vertrag bei Hertha auslief, kann Demme gut verstehen. „Ich hatte zuletzt die Verfügbarkeit nicht mehr und war nicht mehr so sicher.” Nun sei sein Körper wieder fit, die Kopfverletzung geheilt. 

Doch statt sein Glück auf dem Platz weiter herauszufordern, verkündete er nun schweren Herzens das Ende seiner Profikarriere. „Ich habe zu neunzig Prozent damit abgeschlossen, weil ich nicht mehr umziehen will”, erklärte er. Seine ältere Tochter kommt in diesem Sommer zu Schule, mit seiner Familie baut Demme ein Haus in Kleinmachnow und wird in Berlin/Brandenburg sesshaft. „Da müsste schon etwas Megainteressantes kommen”, so Demme, um ihn umzustimmen. Angebote aus der Serie C zählten nicht dazu.

Pizza, Fitness, Icon League

Doch der einmalige Nationalspieler Demme strotzt nur so vor Tatendrang, um sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Er ist jetzt Geschäftsführer zweier Pizza-Restaurants in Berlin. Der Halb-Italiener Demme hatte schließlich schon immer ein Faible für Pizza, buk bereits während seiner Zeit in Leipzig im eigenen Ofen. „Also jetzt voll Papa und Pizza”, erzählt er lachend.

Zudem denkt er darüber nach, gemeinsam mit Ex-RB-Kollege Nils Quaschner ein Personal-Fitness-Studio zu eröffnen. Und dann ist da noch die Icon League, bei der er dabei sein wird. Genug zu tun, langweilig wird Demme in seinem neuen Leben nach de Profifußball sicher nicht.