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Kein Klares Bekenntnis Schäfer lässt Werner-Zukunft offen

RB Leipzigs Sportchef Marcel Schäfer hätte sich im Sport-Bild-Interview klar zu einer Vertragsverlängerung mit Ole Werner bekennen und das Thema mit Unruhepotenzial vom Tisch wischen können. Tat er aber nicht.

Von Ullrich Kroemer 03.06.2026, 08:32
„Der Prozess wird dauern": Marcel Schäfer mit Ole Werner.
„Der Prozess wird dauern": Marcel Schäfer mit Ole Werner. (Foto: imago/Picture Point LE)

Leipzig/ukr – RB Leipzigs Sportchef Marcel Schäfer hat die Gelegenheit im Interview mit der Sport-Bild (Print) verstreichen lassen, sich klar zu Trainer Ole Werner und einem neuen Vertrag für den 38-Jährigen zu bekennen. Man habe in Südafrika zum ersten Mal länger zur Saisonanalyse zusammengesessen, so der Geschäftsführer Sport. Mit der vorläufigen Erkenntnis: „Der Prozess der Saisonanalyse und der Ausblick auf die Zukunft werden sicher noch etwas dauern.”

Lesen Sie hier: Werner-Zweifel konterkarieren RB-Versprechen

Ein klares Bekenntnis mit vollem Vertrauen für Werner hört sich anders an. Man habe „auch gar keine Eile”, weil der Coach ja noch bis 2027 Vertrag habe. Doch mangelndes Vertrauen kann auch schnell zum Bruch führen. So wie 2018 mit Ralf Hasenhüttl, als der Vertragspoker samt Zweifeln am eingeschlagenen spielerischen Weg zum vorzeitigen Bruch nach der Saison führte. 

Keine „ideale Saison”

Schäfer zählt dann zwar in seiner Analyse viele positive Entwicklungen auf, die Werner eingeleitet hat: zum Beispiel Konstanz in Spielsystem und Startelf. Dass Werner sehr stark seinen besten 13, 14 Spielern vertraute, wird ihm von Kritikern auch angelastet, doch Schäfer argumentiert: „Auch wenn das die Bankspieler sicher nicht gefreut hat, ist das immer ein Zeichen von Qualität. Erfolgreiche Teams verteilen die meisten Spielminuten auf ihren Stamm.”

Spielerisch-inhaltlich sei das Team unter Werner „sehr schnell vorangekommen, auch wenn wir nicht immer gut gespielt haben.” Zudem habe es Werner geschafft, die Einzelspieler wieder zu einem Team zu formen. Von einer „idealen Saison” angesichts des Umbruchs mag Schäfer dennoch nicht sprechen. „Es sind viele Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, in eine positive Richtung verlaufen – aber sicher nicht alle.”

Einschub mit Interpretationsspielraum

Sein Fazit bezüglich Werner: „Mit seiner Ruhe und Sachlichkeit hat er uns in der Phase, in der wir waren, sehr gutgetan.” Der Einschub lässt Interpretationsspielraum, denn Schäfer lässt offen, ob Werners Gelassenheit und seine Qualitäten auch für die nächste Phase in der Champions League gefragt sind. Allerdings betonte Schäfer auch: „Wie bei Yan (Diomande, Anm.d.Red.) gilt: Gute Leistungen werden bei uns honoriert.”

In der vergangenen Woche waren via Sky Zweifel an Werner aus dem Red-Bull-Konstrukt publik geworden. Schäfer und RB hingegen, hieß es, wollten gern mit Werner verlängern. In dem vor Bekanntwerden der Gerüchte geführten Interview lässt der Leipziger Sportchef die Zukunft Werners komplett offen, da auch er weiß: Letztlich wird diese Frage nicht am Cottaweg, sondern bei Red Bull in Fuschl am See beziehungsweise in München im Büro von Red Bull Global Soccer entschieden.

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