RB Leipzig

Kluivert wie Gnabry? RB-Trainer Nagelsmann erhofft sich viel vom Neuzugang

Von (RBlive/hen)
11.10.2020, 10:06
Auf die Sprünge geholfen: Julian Nagelsmann und Serge Gnabry
Auf die Sprünge geholfen: Julian Nagelsmann und Serge Gnabry Imago/Matthias Koch

Last-Minute-Transfers bei RB Leipzig hatten es schon immer in sich. Man erinnere sich an Oliver Burke, der in buchstäblich letzter Sekunde von der britischen Insel an den Cottaweg geholt wurde. Oder an Kevin Kampl. Der Schotte Burke erwies sich als unüberschreibbar, als es um die Neuausrichtung seiner zuvor gelöschten Festplatte ging. Kampl wurde Führungsspieler.

Kluivert - ein Versprechen

Was das für Justin Kluivert bedeutet, den die Sachsen am letzten Transfertag aus der Serie A verpflichtet hatten? Alles ist möglich. Geht es nach seinem Trainer beginnt der junge Niederländer sein Jahr Leihe bmit der Rolle als das Talent, als das er von der AS Roma geholt wurde. Ausgestattet mit einem ordendlichem Schuss, flinken Beinen und den Genen seines berühmten Vaters Patrick. Ein Versprechen.

"Wir planen Justin als Flügelspieler ein, in der Mitte sind wir schon sehr gut besetzt", sagte Julian Nagelsmann gegenüber der BILD und wagte den Vergleich mit einem seiner früheren Spieler: Serge Gnabry. Den kennt er aus seinen Zeiten als Trainer der TSG Hoffenheim.

"Von der Grundart Fußball zu spielen, gibt es durchaus Parallelen zwischen den beiden. Serge ist ein außergewöhnlicher Spieler und ich würde mich natürlich freuen, wenn Justin das Niveau irgendwann erreichen könnte." Gnabry war Leihspieler, als man bei den Bayern noch keine Verwendung für den schnellen Angreifer hatte. Mittlerweile ist er beim Champions-League-Sieger und in der DFB-Elf eine feste Größe.

Reinkommen und Rhythmus finden

Klar ist aber auch, dass Kluivert bei RB noch Zeit brauchen wird. "Als Serge damals nach Hoffenheim kam, war er schon einen Schritt weiter. Einfach, weil er damals regelmäßig gespielt hatte", sagt Nagelsmann. "Das war bei Justin zuletzt nicht der Fall. Er muss jetzt erstmal bei uns reinkommen und seinen Rhythmus finden."

2018 kam Kluivert von Ajax Amsterdamm nach Rom. Bei der Associazione Sportiva war der 21-Jährige zuletzt aber kein Stammspieler mehr. In 31 Spielen gelangen ihm in der vergangenen Saison siebe Tore und zwei Assists.