RB Leipzig"Komfortzone verlassen": Nkunku will Wiedergutmachung gegen Paris St. Germain

Von (RBlive/msc) 02.11.2020, 08:11
Ein Spiel gegen die Ex-Kollegen von Paris St. Germain gab es für Nkunku mit RB Leipzig bereits.
Ein Spiel gegen die Ex-Kollegen von Paris St. Germain gab es für Nkunku mit RB Leipzig bereits. imago/Poolfoto UCL

Im ersten von zwei Gruppenspielen bekommt RB Leipzig am Mittwochabend (4. November ab 21 Uhr) gegen Paris St. Germain die Möglichkeit für "Wiedergutmachung", wie Christopher Nkunku gegenüber dem Kicker (Montag) sagt. Nach dem klaren Aus im Halbfinale der letzten Saison ist es besonders für den Franzosen ein Prestigeduell, denn er trifft gegen PSG auf zahlreiche Ex-Kollegen.

Nach 0:3 im Halbfinale: "Wissen jetzt, wie es sich gegen Paris anfühlt"

Der 22-Jährige Nkunku ist geboren in einem Vorort der Hauptstadt und verbrachte seine gesamte fußballerische Jugend beim kommenden Gegner. Wie es ist, für die Rot-Blauen auf dem Platz stehen, weiß er aus den wenigen Auftritten, die er unter Tuchel in seiner letzten Spielzeit für Paris bekam. In der eher kurzen Phase mit vier Einsätzen infolge über 90 Minuten erzielte er gegen Montpellier und Nimes gleich drei Scorerpunkte, am Saisonende war er aber nicht mehr gefragt.

Bei RB lief es anders, er wurde unmittelbar zur Stammkraft, wurde im Champions-League-Halbfinale gegen seinen Heimatklub aber nach einer Halbzeit ausgewechselt. "Wir wissen jetzt, wie es sich anfühlt, gegen sie auf dem Platz zu stehen", so Nkunku. Und fügt vor dem zweiten Spiel in wenigen Wochen hinzu: "Es ist die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben."

Nagelsmann: Fehlende Konstanz ist bei jungen Spielern normal"

Aller Voraussicht nach wird er dann auch wieder die Chance bekommen, auch 90 Minuten spielen zu können. Nach einer kleinen Leistungsdelle zu Saisonbeginn hatte Nagelsmann ihn auch mit Videoanalysen angestachelt, an sich zu arbeiten. "Dass hin und wieder Effizienz und Konstanz fehlen, ist für einen jungen Spieler ganz normal", sagt der RB-Coach, aber zeigte sich wieder zufriedener. Wozu Nkunku generell in der Lage ist, hat er schon bewiesen. Ex-Sportdirektor Ralf Rangnick lobt besonders seinen "Vororientierungssinn. Wenn er den Ball in der roten Zone bekommt, weiß er schon, was er damit machen will." Wichtig für einen Spielmacher und besonders wichtig beim schnell umschaltenden RB.

Nkunku hat die Komfortzone verlassen

Seinen Wechsel nach Leipzig bezeichnet Nkunku als "absolut richtige Entscheidung" und kann das auch mit Zahlen untermauern. "Ich habe über 50 Spiele absolviert, Tore geschossen, Vorlagen geliefert, stand im Halbfinale der Champions League und spiele in der Bundesliga um die Spitze mit." Deswegen sei es genau das Richtige gewesen, aus der Heimatstadt wegzugehen und in der Bundesliga Fuß zu fassen. "Ich kann jetzt sagen, dass es sich lohnt, seine Komfortzone zu verlassen, um zu wachsen."