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Leipziger Bundesliga-Trainer: Gladbachs Marco Rose wechselt zu Borussia Dortmund

Von (RBlive/sid/fri) 15.02.2021, 16:36

Mit seinem begeisternden Spielstil hat Marco Rose Borussia Mönchengladbach auf die nächste Stufe gehoben - jetzt soll er der gebürtige Leipziger Borussia Dortmund aus der Lethargie reißen. Der heiß umworbene Trainer hat am Rose(n)montag das nervenaufreibende Spiel auf Zeit beendet und macht im Sommer von der Ausstiegsklausel in seinem bis 2022 laufenden Vertrag Gebrauch. Für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro wechselt der 44-Jährige zum BVB: Dort soll der frühere Trainer des Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig und des österreichischen Serienmeisters Red Bull Salzburg die ewige Sehnsucht nach einem Typen wie Jürgen Klopp stillen.

"Wir freuen uns sehr auf ihn. Mehr gibt es momentan nicht zu sagen, das tun wir, wenn Marco Rose hier seinen Job antritt. Das gebietet der Respekt vor allen Beteiligten", sagte der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem SID. Zuvor hatte der BVB Roses Wechsel auf der Vereinshomepage bestätigt. Auch der Kicker hatte darüber berichtet.

Gladbach tief enttäuscht über Roses Abschiedsmitteilung

Gladbach hingegen nahm Roses Abschiedsmitteilung einen Tag nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg tief enttäuscht zur Kenntnis. "Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche miteinander geführt, in denen es um die Zukunft von Marco ging. Leider hat er sich nun entschieden", sagte Max Eberl.

Der Sportdirektor hatte bis zuletzt vehement um seinen Coach gekämpft, doch der Leipziger sieht die derzeit punktgleichen Dortmunder offenbar als bessere Adresse an, um seine Titelträume zu verwirklichen. Das Borussia-Duell im Viertelfinale des DFB-Pokals am 2. März erhält nun eine ganz besondere Brisanz. Zuletzt siegten die Gladbacher in der Liga 4:2 gegen Dortmund.

Rose seit 2019 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag

Rose hatte den fünfmaligen deutschen Meister im Sommer 2019 übernommen und ihn in seiner ersten Saison mit brillantem Tempofußball in die Champions League geführt. Dort erreichte der Klub erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Achtelfinale und trifft darin auf Manchester City.

Eberl schwor daher den Klub auf die restlichen Monate unter Rose ein. Man werde "mit Marco gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um unsere Ziele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League zu erreichen", sagte der Sportchef, der nun einen Nachfolger finden muss.

Salzburgs Jesse Marsch als Nachfolger für Marco Rose?

Erste Namen kursierten schon vor der kurzfristig für Montagabend angesetzten Sitzung von Aufsichtsrat und Präsidium rund um den Borussia-Park. Jesse Marsch vom ehemaligen Rose-Klub RB Salzburg wurde ebenso genannt wie Florian Kohfeldt (Werder Bremen) oder Adi Hütter (Eintracht Frankfurt). Eine angebliche Kontaktaufnahme zu Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) hatte die Borussia zuletzt dementiert.

Rose antwortete in den vergangenen Wochen immer wieder ausweichend auf Fragen nach seiner Zukunft. Am Montagmorgen informierte er die Mannschaft um Kapitän Lars Stindl über seine Entscheidung.

Marco Rose soll beim BVB einen Dreijahresvertrag erhalten

Der BVB wird nach der Trennung von Lucien Favre bis zum Sommer noch von Edin Terzic trainiert. Rose soll einen Dreijahresvertrag erhalten. Ebenso wie für Gladbach beträgt der Rückstand auf einen Champions-League-Platz nach dem 21. Spieltag sechs Punkte.

Der Fokus des BVB sei voll "auf die aktuelle Saison und das Erreichen der sportlichen Ziele in der Bundesliga, der Champions League und dem DFB-Pokal gerichtet", teilte der BVB mit.